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Landesdatenschutzbeauftragter fordert Ausgabestopp fĂŒr ePass

Sven Hansen

Bei Kontrollen in PassĂ€mtern Mecklenburg-Vorpommerns traten gravierende SicherheitsmĂ€ngel zutage. Bundesdatenschutzbeauftragter leitet Beschwerden zur PrĂŒfung an das Bundesinnenministerium weiter.

Das Bundesinnenministerium (BMI [1]) ĂŒberprĂŒft derzeit Hinweise von DatenschĂŒtzern, nach denen es bei der Ausstellung der neuen elektronischen ReisepĂ€sse (ePass) gravierende SicherheitsmĂ€ngel gebe, so das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Erst seit etwa einem Monat [2] sind digitale FingerabdrĂŒcke ein weiterer Bestandteil der biometrischen Daten des ePass, neben einem Passfoto mĂŒssen Antragsteller auch zwei FingerabdrĂŒcke abgeben.

Mecklenburg-Vorpommerns Landesdatenschutzbeauftragter Karsten Neumann stieß bei stichpunktartigen Kontrollen in PassĂ€mtern nach Angaben des Magazins auf "gravierende SicherheitsmĂ€ngel". In keinem Fall seien die datenschutzrechtlichen Vorschriften eingehalten worden. Dem zustĂ€ndigen Landesinnenministerium in Schwerin empfahl Neumann daher, das Ausgabeverfahren vorerst auszusetzen. Dem gleichzeitig informierten Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar sollen Ă€hnliche Berichte aus anderen BundeslĂ€ndern vorliegen. (sha [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-201453

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bmi.bund.de/
[2] https://www.heise.de/news/Bundesdruckerei-zeigt-sich-gewappnet-fuer-neue-Reisepaesse-191063.html
[3] mailto:sha@ct.de