Kostenlose Online-Virenscanner -- die gelegentliche Schnell-Hilfe
Im Unterschied zum klassischen Virenscanner versprechen Online-Scanner die Sofortüberprüfung des Systems ohne riesigen Datei-Download -- und das kostenlos. Aber nicht in jeder Situation ist ein solcher Scanner sinnvoll, berichtet c't.
Kostenlose Online-Virenscanner sind nützlich, aktuell und bequem. Sie bieten zwar keinen vollwertigen Ersatz für ein kostspieliges Antiviren-Paket, eignen sich aber gut dazu, gelegentlich einzelne Dateien oder sogar den gesamten PC auf Viren zu untersuchen, schreibt c't in der aktuellen Ausgabe 14/03.
Online-Virenscanner bieten eine bequeme Möglichkeit, Dateien aus dem Internet, die möglicherweise mit Viren oder Würmern verseucht sind, vor dem Öffnen überprüfen zu lassen. Man sendet sie einfach an den Upload-Dienst eines Virenscanner-Herstellers, wo aktuelle Programme auf Schädlingssuche gehen -- auch für unerfahrene Anwender ist das kinderleicht. Um den kompletten PC auf Viren untersuchen lassen, muss man ein Hilfsprogramm herunterladen, das dem Online-Virenscanner den direkten Zugriff ermöglicht. Die Dienste der Hersteller McAfee, BitDefenders, Panda Antivirus, Symantec, RAV Antivirus und Command Antivirus nutzen dafür ActiveX-Komponenten des Internet Explorer. Für Netscape-Nutzer empfiehlt sich nur Trend Micros Housecall, der ein spezielles Java-Zugangsprogramm zum Download anbietet.
Auch sicherheitsbewusste Anwender sollten nur in Ausnahmefällen die Viren-Überprüfung mit Active-X-Controls im Internet Explorer zulassen , da sie seinerseits Türöffner für Angreifer sein können -- diese Erfahrung mussten gerade Anwender des Online-Security-Checks von Symantec [1] machen. Das Sicherheitsleck korrigierte der Anbieter [2] allerdings recht zügig.
"Bei konkreten Indizien für Virenbefall sollte man diese Online-Dienste keinesfalls nutzen, weil Viren bei bestehender Internet-Verbindung noch mehr Schaden anrichten können", warnt c't im Fazit des Berichts. Empfehlenswert seien die Online-Virenscanner zum vorsorglichen Untersuchen eines E-Mail-Anhangs oder der vom Nachbarn gebrannten Programm-CD.
Einen detaillierten Bericht [3] zu den Online-Virenscannern mit Hinweisen zu den Angeboten der einzelnen Antiviren-Firmen bringt c't in Ausgabe 14/2003 [4] (ab Montag, den 30. Juni, im Handel). Weitere Hinweise zum Schutz vor Viren und Würmen sowie Links zu Antiviren-Programmen und -Herstellern bieten darüber hinaus die Antiviren-Seiten [5] von c't. (jk [6])
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Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Online-Virenchecker-installiert-unsicheres-ActiveX-Control-81011.html
[2] https://www.heise.de/news/Symantec-tauscht-fehlerhaftes-ActiveX-Control-aus-81047.html
[3] http://www.heise.de/ct/03/14/140/
[4] http://www.heise.de/ct/
[5] http://www.heise.de/ct/antivirus
[6] mailto:jk@heise.de
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