Kontaktloses Bezahlen mit mpass in Deutschland eingefĂŒhrt
Mit dem Handy-Bezahlsystem mpass lassen sich EinkÀufe im Einzelhandel nun auch via NFC-Technik begleichen. Akzeptiert wird das System unter anderem an allen Star-Tankstellen sowie in GeschÀften, die Mastercards Paypass annehmen.
Mit dem Handypayment-System mpass [1] kann man seit Dienstag in zahlreichen deutschen GeschĂ€ften auch mittels NFC-Funktechnik bezahlen, wie der hinter der Mobilfunkmarke O2 stehende Konzern Telefonica mitteilt [2]. Als Akzeptanzstellen nannte das Unternehmen auf Anfrage von heise online die Tankstellen der Kette Star (bundesweit rund 600 Filialen) sowie alle GeschĂ€fte, in denen bereits das Paypass-System von Mastercard [3] angenommen wird. Dazu zĂ€hlen unter anderem Filialen von Vapiano, Douglas, Thalia, real, Edeka sowie Aral-Tankstellen. Bis ende Dezember 2012 sollen kontaktlose Zahlungen auch in allen deutschen O2-Shops möglich sein, ferner seien bis dahin wohl auch die Conrad-Electronic-MĂ€rkte im Raum MĂŒnchen mit an Bord.
Dabei wird fĂŒr Transaktionen kein NFC-Chip im Mobiltelefon vorausgesetzt. Nach Einrichtung des mpass-Kontos soll dem Kunden vielmehr ein NFC-Sticker zugeschickt werden, der sich am GerĂ€t befestigen lĂ€sst. Um Zahlungen bis 25 Euro auszufĂŒhren, reicht es dann, das entsprechend bestĂŒckte Smartphone mit einem Abstand von bis zu 4 Zentimetern vor das Kassenterminal zu halten. Bei höheren Summen soll noch die Eingabe einer PIN erforderlich sein. Die Abrechnung kann laut Angaben wahlweise ĂŒber Lastschrift vom Girokonto oder ĂŒber das per Ăberweisung bestĂŒckbare mpass-Konto erfolgen. Die dazugehörige, kostenlose mpass-App soll die Kontrolle ĂŒber die Ausgaben erleichtern und eine Ăbersicht zu nahegelegenen Akzeptanzstellen bieten.
Das mpass-System wurde 2008 von O2 [4] und Vodafone [5] ins Leben gerufen [6], 2011 war die Deutsche Telekom [7] dazugestoĂen [8]. Bislang fristete der Dienst, fĂŒr den sich Kunden aller Mobilfunkanbieter anmelden können, ein Nischendasein, da kaum HĂ€ndler diese Zahlungsmethode akzeptierten. Kunden mussten vor der NFC-EinfĂŒhrung bei jedem Kaufvorgang ihre Handynummer zusammen mit einer persönlichen PIN ĂŒbermitteln und die Bezahlung anschlieĂend mit einer SMS bestĂ€tigen. Inzwischen fĂ€hrt die Telekom in Sachen NFC-Payment mehrgleisig: Die Bonner erklĂ€rten, mpass als nationale Initiative weiter zu verfolgen, als sie im Juli ein alternatives mobiles Portemonnaie als paneuropĂ€isches Projekt prĂ€sentierten [9] (axk [10])
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[1] http://mpass.de/
[2] http://www.telefonica.de/news/303/msg/17912/tankfuellung-und-snacks-bei-o2-mit-dem-handy-zahlen.html
[3] https://www.heise.de/news/MasterCard-Kontaktloses-Bezahlen-wird-das-Zahlungsverhalten-veraendern-1268014.html
[4] http://www.o2online.de
[5] http://www.vodafone.de
[6] https://www.heise.de/news/Vodafone-und-O2-haben-ihr-Handy-gestuetztes-Bezahlsystem-fertig-211837.html
[7] http://www.telekom.com
[8] https://www.heise.de/news/Deutsche-Netzbetreiber-wollen-Handypayment-voranbringen-1323466.html
[9] https://www.heise.de/news/Telekom-bringt-die-Geldboerse-aufs-Smartphone-1630474.html
[10] mailto:axk@heise.de
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