Konsortium um Microsoft und die BBC erkundet den weiĂen Raum
Im britischen Cambridge testen Microsoft, Sky, die BBC sowie Nokia und Samsung in einem Feldversuch, wie sich ungenutztes Spektrum zwischen den TV-KanÀlen ("White Spaces") zur mobilen Breitbandversorgung nutzen lÀsst.
Ein Konsortium um Microsoft [1] und namhafte Fernsehsender will im britischen Cambridge eine funkbasierte Breitbandversorgung auf TV-Frequenzen testen. Mit dem Feldversuch soll untersucht werden, wie das von Sendern teilweise ungenutzte TV-Spektrum etwa zur mobilen Breitbandversorgung in lÀndlichen Gebieten eingesetzt werden kann, teilte [2] das "Cambridge TV White Spaces Consortium" am Dienstag mit. Der Gruppe gehören neben Microsoft unter anderem auch Netzbetreiber BT sowie die BBC, Sky, Nokia und Samsung an.
Das Konsortium setzt auf die sogenannten "White Spaces": ungenutzte KanĂ€le im fĂŒr die Fernsehausstrahlung reservierten Spektrum. Vorteile dieser Frequenzen sind eine gute GebĂ€udedurchdringung und eine hohe Reichweite. Bei der Nutzung fĂŒr Breitbanddienste mĂŒssen Störungen und Ăberlagerungen der TV-Ausstrahlungen in benachbarten KanĂ€len vermieden werden. Zahlreiche Unternehmen, darunter Microsoft und Google, haben sich in den BranchenverbĂ€nden White Spaces Coalition und Wireless Innovation Alliance [3] der Entwicklung der dazu nötigen Technik verschrieben.
Der geschlossene Feldversuch in Cambridge soll unter anderem zeigen, wie weit diese Entwicklung gediehen ist. ZunĂ€chst soll die Technik zeigen, dass Störungen der TV-Ausstrahlung zuverlĂ€ssig vermieden werden können. In der UniversitĂ€tsstadt sollen darĂŒber hinaus verschiedene Nutzungsszenarien fĂŒr White Spaces getestet werden. So wollen BBC und Sky das Spektrum nutzen, um audiovisuelle Inhalte in hoher QualitĂ€t auf mobile EndgerĂ€te zu streamen. An verschiedenen Orten der Stadt soll es Hotspots geben. Der Test ist nicht öffentlich.
Die Branche arbeitet schon seit einigen Jahren an der Entwicklung von White-Space-Technik. In den USA hatte die Regulierungsbehörde nach zĂ€hem Ringen zwischen White-Space-BefĂŒrwortern und einer Koalition aus Fernsehsendern, Konzertveranstaltern, Theatermachern und Kirchen, im November 2008 schlieĂlich grĂŒnes Licht [4] fĂŒr die Nutzung des weiĂen Raums gegeben. Auch die EU-Kommission hat die Technik auf dem Zettel. Angesichts des knappen Spektrums kann eine flexible Frequenznutzung dabei helfen, den wachsenden Bedarf an mobilen Breitbandanbindungen zu decken. (vbr [5])
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[2] http://www.microsoft.com/presspass/emea/presscentre/pressreleases/June2011/CambridgeTVWhiteSpacesConsortium.mspx
[3] http://www.wirelessinnovationalliance.org/
[4] https://www.heise.de/news/US-Regulierungsbehoerde-oeffnet-Weissen-Raum-215393.html
[5] mailto:vbr@heise.de
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