Konkurrenz wirft AOL mangelndes Engagement vor
Der Messengerkrieg ist in die nächste Runde gegangen. Jetzt haben ein Dutzend Konkurrenten - unter anderem Microsoft, Exctite@home, Qualcomm, iCast und andere - ein Papier veröffentlicht, in dem AOL heftig angegriffen wird.
Der Messengerkrieg [1] ist in die nächste Runde gegangen. Jetzt haben ein Dutzend AOL-Konkurrenten – unter anderem Microsoft, Exctite@home, Qualcomm und iCast – ein Papier veröffentlicht, in dem AOL heftig angegriffen wird, berichtet das Wall Street Journal. Dabei geht es um die von AOL kürzlich angekündigte Öffnung [2] des Instant-Messenger-Netzes für andere Messaging-Systeme. Bisher hatte AOL alle fremden Clients ausgesperrt [3], die sich in die AIM-Buddylisten einklinken wollten.
Die Konkurrenten warfen AOL jetzt vor, mit übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen die Rivalen zu behindern. Mit dem übertriebenen Schutz der Privatsphäre der AIM-Nutzer behindere AOL zudem die Entwicklung eines Standards. In diesem Zusammenhang wird AOL hier auch mangelndes Engagement vorgeworfen. AOL widersprach den Vorwürfen. Der Online-Dienst beteilige sich bei der Internet Engineering Task Force [4] (IETF) hinreichend; so habe man hier den Vorschlag eines einheitlichen Instant-Messaging-Services gemacht, bei dem sich jeder Nutzer nur einmal einloggen müsse.
AOL, Marktführer im Bereich Messaging, bietet den AOL Instant Messenger für die direkte Online-Kommunikation zwischen Internet-Nutzern über Textnachrichten an; außerdem besitzt AOL seit zwei Jahren auch ICQ [5]. Beide Dienste zusammen haben über 160 Millionen registrierte User. (axv [6])
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[1] https://www.heise.de/news/AOL-und-Microsoft-im-Katz-und-Maus-Spiel-20923.html
[2] https://www.heise.de/news/AOL-oeffnet-Instant-Messenger-Netz-25499.html
[3] https://www.heise.de/news/Messenger-Krieg-um-AOL-flammt-wieder-auf-25347.html
[4] http://www.ietf.org/
[5] https://www.heise.de/news/AOL-kauft-Chatsystem-ICQ-12377.html
[6] mailto:axv@ct.de
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