Konkurrenz für Intels Prozessor mit AMD-GPU: AMD Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G mit Vega-Grafik
Martin Fischer
Die-Shot eines Raven-Ridge-Kombiprozessors mit vier Ryzen-CPU-Kernen (links) und Vega-GPU (rechts)
(Bild: (Bild: AMD) )
Eine enthüllte Folie offenbart: AMD hat Mobilprozessoren mit leistungsfähiger Vega-Grafikeinheit in petto, die offenbar mit Intels Kaby-Lake-G-Prozessoren konkurrieren sollen.
Die spanischsprachige Technik-Website Informatica Cero hat bisher unbekannte AMD-Präsentationsfolien veröffentlicht, auf denen Informationen zu kommenden AMD-Kombiprozessoren der Raven-Ridge-Serie [1] zu finden sind. Dabei handelt es sich um die Modelle Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G, die laut Folie als Mobilprozessoren eingestuft werden. Auf den ersten Blick erscheint die Leistungsaufnahme von jeweils 65 Watt für Notebook-Prozessoren außergewöhnlich hoch. Allerdings dürften die Kombiprozessoren dank der integrierten Vega-Grafikeinheit auch spielefähig sein – damit treten sie in Konkurrenz zu den von Intel kürzlich in Aussicht gestellten Kaby-Lake-G-Prozessoren, in denen eine integrierte AMD-Grafikeinheit mit HBM2-Speicher steckt [2].
Die Ryzen-Prozessoren 2200G und 2400G sollen dank integrierter Vega-GPU eine vergleichsweise hohe Grafikleistung bieten.
Der Ryzen 5 2400G hat vier Prozessorkerne und verarbeitet acht Threads. Die Vega-11-GPU enthält elf Rechengruppen (Compute Units) mit jeweils 64 Shader-Rechenkernen, also insgesamt 704 Kerne. Der Ryzen 3 2200G hat ebenfalls vier Prozessorkerne, verarbeitet mangels Simultaneous Multi-Threading lediglich vier Threads. Seine abgespeckte Vega-GPU enthält nur acht Compute Units und damit 512 Shader-Rechenkerne. Von beiden Prozessoren soll es auch Versionen mit 35 Watt Leistungsaufnahme geben, die sich damit etwa für dünnere Notebooks oder sparsame Mini-PCs eignen könnten.
Hauptkonkurrent für Ryzen G ist Intels Kaby-Lake-G mit integrierter AMD-GPU.
(Bild: Intel)
4K-Video und HDR dank Vega-GPU
Bereits bekannt sind die Notebook-Prozessoren Ryzen 5 2500U und Ryzen 7 2700U [4]. Beide enthalten vier Kerne und verarbeiten acht Threads. Während die integrierte GPU des 2500U acht Compute Units beherbergt, sind es beim 2700U immerhin 10 Compute Units. Der Ryzen 7 2700U soll im 3DMark Timespy über 900 Punkte erzielen. Ryzen-Prozessoren der Raven-Ridge-Serie dekodieren dank der integrierten Vega-GPU auch ultrahochauflösende 4K-Videos in den gängigen Formaten H.264, H.265/HEVC und VP9 vollständig in Hardware und unterstützen auch die Ausgabe von Hochkontrastvideos (High Dynamic Range/HDR).
Hierzulande sind noch keine Geräte mit Ryzen 5 2500U und Ryzen 7 2700U verfügbar. Angekündigt wurden bereits die 15,6-Zoll-Notebooks HP Envy x360 und Acer Swift 3 sowie der 13,3-Zöller Lenovo IdeaPad 720S. In den USA ist zumindest das HP-Gerät bereits erhältlich, in Deutschland noch nicht. Erste Benchmark-Werte des HP Envy x360 [7] tauchten bereits im September 2017 auf.
(mfi [8])
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