Kabelnetzbetreiber ish will nicht verkaufen (Update)
Aus Sicht der zustĂ€ndigen Kartellbehörden könnte das GeschĂ€ft jedoch Ă€uĂerst problematisch werden.
Der Kölner Kabelnetzbetreiber ish [1] steht offenbar doch nicht zum Verkauf. Der Vertreter der EigentĂŒmer, Tom Brown von der Deutschen Bank, erklĂ€rte am Sonntag, "wir sind mit der wirtschaftlichen Entwicklung bei ish sehr zufrieden und planen keinen kurzfristigen Verkauf. Vielmehr schĂ€tzen wir die Wertentwicklung bei ish sehr positiv ein und halten das Unternehmen fĂŒr eine gute Investition." Damit widerspricht er einem Bericht des Spiegel.
Dem Bericht zufolge fĂŒhrt das EigentĂŒmerkonsortium um die Deutsche Bank GesprĂ€che mit mehreren Investoren. Aussichtsreichster Kandidat fĂŒr die NRW-Gesellschaft sei derzeit die Kabel Deutschland GmbH. Deren EigentĂŒmer, darunter die Investmentbank Goldman Sachs, erwarteten von der Ăbernahme erhebliche Einspareffekte. Inklusive Schulden wollen die ish-EigentĂŒmer mindestens 300 Millionen Euro erzielen.
Aus Sicht der zustĂ€ndigen Kartellbehörden in Bonn und BrĂŒssel könnte das GeschĂ€ft jedoch Ă€uĂerst problematisch werden. Kabel Deutschland hat bereits sechs der ursprĂŒnglich neun Telekom- Regionalgesellschaften. Nur noch Hessen und Baden-WĂŒrttemberg hĂ€tten dann andere Besitzer. Die US-Investorengruppe Callahan hat das Netz in Baden-WĂŒrttemberg gekauft. In Hessen [2] erwarb der britische Investor Gary Klesch (iesy) das TV-Kabelnetz.
ish (frĂŒher Callahan) war im Februar von GlĂ€ubigerbanken zum Mindestgebot von 275 Millionen Euro ersteigert [3] worden. Die Telekom hatte das gesamte Kabelnetz in den vergangenen Jahren zum Abbau ihrer Schulden verkauft. (dpa)/ (tol [4])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-83563
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.ish.de
[2] https://www.heise.de/news/Telekom-verkauft-restliche-Kabelgesellschaften-Update-39081.html
[3] https://www.heise.de/news/Kabelnetzbetreiber-ish-fuer-275-Millionen-Euro-versteigert-73931.html
[4] mailto:tol@heise.de
Copyright © 2003 Heise Medien