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KI-Update: Der Sora-Stopp, KI-Schmeichelei, Nudifier, Bessere Siri, RoboterhÀnde

Das "KI-Update" liefert werktÀglich eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.

OpenAI schaltet seinen KI-Videogenerator Sora ab [1]. Die App erreichte nach dem Start zwar eine Million Nutzer, doch die Zahl sank rasch auf unter 500.000. Gleichzeitig verschlang Sora rund eine Million US-Dollar pro Tag an Rechenkosten.

OpenAI arbeitet stattdessen an einem neuen KI-Modell mit dem Codenamen Spud und will seine Ressourcen auf Programmierwerkzeuge, GeschĂ€ftskunden und eine Super-App konzentrieren. Sora soll als Forschungsprojekt weiterleben, das Team arbeitet nun an Robotik. Auch der geplante Milliarden-Deal mit Disney platzte: Der Konzern wollte eine Milliarde US-Dollar investieren und ĂŒber 200 Figuren lizenzieren, erfuhr aber erst weniger als eine Stunde vor der AnkĂŒndigung von der Abschaltung.

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KI-Chatbots bestĂ€tigen ihre Nutzer fast 50 Prozent hĂ€ufiger als Menschen [3], selbst wenn diese lĂŒgen oder Gesetze brechen. Das ergab eine Studie im Fachjournal Science. Elf fĂŒhrende KI-Modelle bestĂ€tigten in Reddit-BeitrĂ€gen, in denen die menschliche Community den Fragesteller klar als im Unrecht sah, dessen Handlungen trotzdem in rund der HĂ€lfte der FĂ€lle. Schon eine einzige schmeichlerische Antwort senkte die Bereitschaft, sich zu entschuldigen, um bis zu 28 Prozent.

Die Autoren sehen ein strukturelles Problem: Wenn Entwickler Modelle anhand kurzfristiger Zufriedenheitsbewertungen optimierten, verstĂ€rke das genau jenes Verhalten, das Nutzern langfristig schade. Sie fordern verhaltensbasierte PrĂŒfungen vor der MarkteinfĂŒhrung.

Wer lÀnger mit KI arbeitet, holt mehr aus ihr heraus. Anthropic analysierte rund eine Million GesprÀche mit Claude [4] und fand, dass erfahrene Nutzer eine vier Prozentpunkte höhere Erfolgsrate aufweisen als Neulinge, selbst bei identischen Aufgaben. Erfahrene Anwender arbeiten hÀufiger schrittweise mit dem Chatbot zusammen, statt eine einzige Anweisung zu geben.

Die Studie warnt, dass dieser Erfahrungsvorsprung bestehende Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt verschÀrfen könnte.

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Das EU-Parlament hat mit ĂŒberwĂ€ltigender Mehrheit dafĂŒr gestimmt, sogenannte Nudifier-Apps zu verbieten [6], sofern diese ohne Zustimmung der abgebildeten Personen sexuell explizite Inhalte erzeugen. ZusĂ€tzlich streben die Abgeordneten eine Kennzeichnungspflicht fĂŒr KI-Inhalte bis November 2026 an.

Die EU-Staaten mĂŒssen noch zustimmen, haben sich aber bereits Ă€hnlich positioniert, was eine rasche Einigung ermöglichen dĂŒrfte.

Podcast: KI-Update
KI-Update

Wie intelligent ist KĂŒnstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI fĂŒr unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im "KI-Update" von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktĂ€glich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Der Bundesrat hat zu den „Digital-Omnibus“-PlĂ€nen der EU kritisch Stellung genommen [13]. Die geplante Neudefinition personenbezogener Daten könnte zu mehr Rechtsunsicherheit fĂŒhren, seltener nötige Einwilligungen den Datenschutz schwĂ€chen. Die von der EU geforderte Einwilligung aller Passanten fĂŒr Fahrzeugkameradaten sei unrealistisch und könnte die Entwicklung autonomer Systeme in Europa stark behindern.

Auch beim KI-Einsatz in der Strafverfolgung warnt der Bundesrat vor ĂŒbermĂ€ĂŸiger BĂŒrokratie. Insgesamt fordert er praktikablere Regeln, die Innovation, Sicherheit und Datenschutz besser ausbalancieren.

Digitalminister Karsten Wildberger hat vor dramatischen Arbeitsplatzverlusten durch KI gewarnt [14]. Jobs wie Programmierer wĂŒrden zunehmend wegfallen, ebenso ArbeitsplĂ€tze in Callcentern. „Die Zeiten, dass man darauf spekulieren kann: Ich habe einen Job fĂŒr die nĂ€chsten 30 Jahre, die sind vorbei“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Deutschland mĂŒsse in Sachen KI deutlich aufholen: „Wenn wir das nicht tun, sind unsere ArbeitsplĂ€tze und auch Industrie und Wirtschaft viel mehr in Gefahr. Nicht teilnehmen ist keine Option.“

Die englischsprachige Wikipedia weist ihre Autoren an, keine KI-Modelle fĂŒr die Erstellung von Artikeln zu verwenden [15]. Ausnahmen gelten fĂŒr Übersetzungen und Textbearbeitung, wobei Redakteure die fremde Sprache ausreichend beherrschen mĂŒssen. Die deutschsprachige Wikipedia hat bereits ein umfassendes KI-Verbot beschlossen.

Wikipedia rÀumt ein, dass die Erkennung reiner KI-Texte schwierig sein könne. Redakteure sollen sich auf die Einhaltung der Kerninhaltsrichtlinien konzentrieren, bevor sie einen Artikel wegen vermeintlichen KI-Einsatzes ablehnen.

Google hat Gemini mit einer Importfunktion fĂŒr Erinnerungen und vergangene Unterhaltungen [16] aus anderen KI-Chatbots ausgestattet. Nutzer werden angeleitet, ihrem bisherigen Chatbot eine Anweisung zu geben, die eine Kurzfassung seiner Erinnerungen erstellt. Diese wird dann in Gemini ĂŒbertragen und fĂŒr kĂŒnftige GesprĂ€che gespeichert.

Die Funktion ist in Deutschland noch nicht verfĂŒgbar.

Apples Siri soll mit den kommenden Betriebssystemen deutlich besser werden. Dank Googles Gemini bekommt Siri erstmals echte Chatbot-Funktionen [17] mit lÀngeren Dialogen und GedÀchtnis. Apple plant zudem eine eigene Siri-App, die alte Chats sammelt und durchsuchbar macht, um ChatGPT und Claude direkte Konkurrenz zu machen.

Apps sollen eine „Frag Siri“-Funktion erhalten, die Dynamic Island zur Siri-Steuerung dient. Weitere Details will Apple auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC prĂ€sentieren. Unklar bleibt, wann frĂŒher erwartete Funktionen wie Nutzerkontexterkennung kommen.

Wissenschaftler des MIT haben ein smartphonegroßes GerĂ€t entwickelt, das am Handgelenk getragen per Ultraschall die Bewegungen einer menschlichen Hand erfasst [18]. Eine darauf trainierte KI leitet aus den Bildern in Echtzeit die tatsĂ€chlichen Bewegungen ab und ĂŒbertrĂ€gt sie auf eine Roboterhand.

In Tests erkannte das System GebĂ€rdensprache, das Halten eines Stifts und sogar Klavierspielen. KĂŒnftig könnten die Daten auch die Feinmotorik humanoider Roboter verbessern, etwa fĂŒr medizinische Operationen.

GitHub wird ab dem 24. April Interaktionen mit dem Programmierassistenten Copilot fĂŒr das Training eigener KI-Modelle verwenden [19]. Wer das nicht möchte, kann per Opt-out widersprechen. Die Änderung gilt nur fĂŒr bestimmte Tarife.

GitHub begrĂŒndet den Schritt damit, Entwicklungsworkflows besser verstehen und bessere Code-Beispiele liefern zu wollen. Interne Versuche hĂ€tten die erhofften Verbesserungen bestĂ€tigt.

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO [20]
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(mali [22])


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[1] https://the-decoder.de/openais-fahrplan-fuer-das-sora-aus-web-version-endet-im-april-api-folgt-im-september/
[2] https://heise.de/-9719449
[3] https://the-decoder.de/schleimerische-ki-menschen-bevorzugen-chatbots-die-ihnen-schaden/
[4] https://the-decoder.de/anthropic-studie-wer-ki-laenger-nutzt-erzielt-bessere-ergebnisse/
[5] https://www.heise.de/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html
[6] https://www.heise.de/news/EU-Parlament-will-Nudifier-Apps-verbieten-11226431.html
[7] https://podcasts.apple.com/de/podcast/ki-update-ein-heise-podcast/id1691536182
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[12] https://the-decoder.de/
[13] https://www.heise.de/news/Digital-Omnibus-Bundesrat-warnt-vor-DSGVO-Chaos-und-KI-Vollbremsung-11228759.html
[14] https://www.heise.de/news/Wildberger-KI-ersetzt-Programmierer-und-Callcenter-Agenten-11228755.html
[15] https://www.heise.de/news/Wikipedia-verbietet-KI-generierte-Artikel-KI-darf-nur-noch-unterstuetzen-11226686.html
[16] https://www.heise.de/news/Google-erleichtert-Wechsel-von-ChatGPT-Co-zu-Gemini-mit-neuer-Importfunktion-11229022.html
[17] https://www.heise.de/news/iOS-27-Apple-erwaegt-Siri-App-und-Siri-fragen-Knopf-11224654.html
[18] https://www.heise.de/news/MIT-kontrolliert-Roboterhand-mit-Ultraschall-Geraet-am-Handgelenk-11224968.html
[19] https://www.heise.de/news/Nur-mit-Opt-out-GitHub-trainiert-kuenftig-Copilot-Modelle-mit-Nutzerdaten-11225588.html
[20] https://pro.heise.de/ki/
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[22] mailto:mali@heise.de