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Joint-Venture zwischen VIA und S3 verzögert

Jörg Wirtgen

Die taiwanische Regierung verzögert das geplante Joint-Venture zwischen dem Chip-Hersteller VIA und dem Grafikspezialisten S3 bis mindestens August.

Die taiwanische Regierung meldet Bedenken gegen das geplante Joint-Venture zwischen dem Chip-Hersteller VIA und dem Grafikspezialisten S3 an. Nach der bisherigen Planung [1] zahlt das in Taiwan beheimatete Unternehmen VIA 323 Millionen US-Dollar an die US-Firma S3. Alle Übersee-Transaktionen ĂŒber 50 Millionen US-Dollar bedĂŒrfen in Taiwan einer besonderen Genehmigung; zudem beunruhigt die Taiwan Investment Commission (eine Art Börsenaufsicht) die Höhe dieser Summe, da VIA nur ein Grundkapital von 120 Millionen US-Dollar eingezahlt habe. VIA muss nun weitere Informationen ĂŒber den Zusammenschluss an die Kommission liefern, die frĂŒhestens im August eine Entscheidung fĂ€llen wird.

VIA hatte im September letzten Jahres fĂŒr 51 Millionen US-Dollar Centaur gekauft [2], die Prozessorabteilung von IDT, und im August fĂŒr 167 Millionen US-Dollar Cyrix [3], die Prozessorsparte von National.

Die Roadmap von VIA ist schon voll von FrĂŒchten des Zusammenschlusses: Geplant sind verschiedene ChipsĂ€tze mit integrierter Grafik, wie beispielsweise der PM133 fĂŒr Intel- und der KM133 fĂŒr AMD-Prozessoren. Ersterer kombiniert den 694X mit dem Savage-Grafikkern von S3 und steht damit vor allem in Konkurrenz mit dem i815-Chipsatz von Intel. Der KM133 nutzt den gleichen Grafikkern und wĂ€re der erste Chipsatz mit integrierter Grafik fĂŒr den Athlon-Markt. (jow [4])


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[1] https://www.heise.de/news/VIA-und-S3-bilden-Joint-Venture-fuer-3D-Chips-16307.html
[2] https://www.heise.de/news/VIA-will-IDTs-x86-Design-Team-kaufen-22078.html
[3] https://www.heise.de/news/Verkauf-von-Cyrix-an-Via-fast-perfekt-21917.html
[4] mailto:jow@ct.de