Intel verschiebt Camino auf 2000
Die Reparatur des Camino-Chipsatzes dauert noch an. Für Mitte 2000 peilt Intel schnellere Versionen der Coppermine- und Celeron-Prozessoren an.
Der Chiphersteller Intel benötigt noch weitere Monate zur Reparatur des Camino-Chipsatzes und will die geplatzte [1] Vorstellung erst Anfang 2000 nachholen, meldet The Register [2]. Den schon zum alten Eisen gelegten BX-Chipsatz möchte Intel nun doch noch weiter nutzen und entwickelt für das hauseigene Mainboard SE440BX-2 ein BIOS-Update zur Unterstützung des Pentium III/E (Coppermine [3]). Damit sollen immerhin die Prozessor-Versionen mit 100 MHz Frontside-Bustakt auf eigenen Chipsätzen und Boards funktionieren. Die 133-MHz-Versionen laufen zwar auf dem i810E-Chipsatz, doch passt ein 2000-Mark-Prozessor nicht recht zu einem Board mit integrierter Grafik, maximal 100 MHz Speichertakt und ohne AGP-Port.
Der Coppermine soll im zweiten Quartal 2000 die 800 MHz erreichen, getaktet mit 6x133 MHz. Läuft es nach diesen Plänen, behielte der Konkurrent AMD die Desktop-Speed-Krone: Sein Athlon ist schon jetzt mit 700 MHz lieferbar, 800 MHz peilt AMD noch dieses Jahr an. Allerdings ist der Kampf zwischen Coppermine und Athlon noch nicht ausgefochten; mehr dazu in c't 22/99 (ab 25. Oktober am Kiosk).
Den Celeron mit 566 MHz möchte Intel ebenfalls im zweiten Quartal 2000 vorstellen. Offensichtlich bleibt der Low-End-Prozessor bei einem Frontside-Bustakt von 66 MHz. Das dazu notwendige Taktverhältnis von 8,5 bedingt allerdings eine Änderung der nur bis x8 reichenden Spezifikation [4]. (jow [5])
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[1] https://www.heise.de/news/Intels-Rambus-Premiere-abgesagt-18072.html
[2] http://www.theregister.co.uk/991008-000011.html
[3] https://www.heise.de/news/Microprocessor-Forum-Coppermine-Feinheiten-19430.html
[4] http://www.heise.de/ct/faq/hotline/99/17/10.shtml
[5] mailto:jow@ct.de
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