Intel bringt drei neue Dual-Core-Prozessoren und senkt einige CPU-Preise
Mit vier neuen Prozessorversionen und einigen Preissenkungen, auch bei Quad-Core-CPUs, macht die Firma Intel ihre Produktpalette attraktiver.
Mit Core 2 Duo E8300 (2,83 GHz, 6 MByte L2-Cache [1], FSB [2]1333, 163 US-Dollar), Core 2 Duo E7200 (2,53 GHz, 3 MByte L2-Cache, FSB1066, 133 US-Dollar) und Celeron Dual-Core E1400 (2,0 GHz, 512 KByte L2-Cache, FSB800, 53 US-Dollar) stellt Intel drei neue Dual-Core-Prozessorversionen für Desktop-Rechner vor, außerdem erscheint mit dem Celeron 570 (2,66 GHz, 1 MByte L2-Cache, FSB533, 134 US-Dollar) ein neuer Einzelkernprozessor für Notebooks. Die Einführung der CPU-Neuheiten zieht einige Preisminderungen nach sich, etwa bei den Mobilprozessoren Celeron 560 und 550 (um jeweils 20 Prozent), beim Core 2 Duo E4600 (minus 15 Prozent) und beim Celeron Dual-Core E1200 (minus 19 Prozent) – der billigste Intel-Doppelkern kostet nun 43 US-Dollar (wie üblich 1000-Stück-OEM-Einkaufspreis für Tray-Ware).
Andere Preissenkungen heizen den Preiskampf mit AMD weiter an. So fiel der Preis des vor allem in sogenannten Gamer-PCs oft offerierten 65-nm-Vierkerns Core 2 Quad Q6600 um 16 Prozent auf jetzt 224 US-Dollar; der 2,4-GHz-Prozessor mit 2 × 4 MByte L2-Cache und FSB1066 liegt nun unter den 235 US-Dollar, die AMD für den Phenom X4 9850 Black Edition [3] mit 2,5 GHz verlangt. Den Preis des Core 2 Quad Q6700 (2,66 GHz, sonst wie Q6600) hat Intel um satte 50 Prozent reduziert, mit 266 US-Dollar kostet dieser Prozessor jetzt dasselbe wie die neuen und sparsameren 45-Nanometer-Vierkerne Core 2 Quad Q9300 (2,5 GHz, 2 × 3 MByte L2-Cache, FSB1333) und Core 2 Quad Q9400 (2,66 GHz, 2 × 3 MByte L2-Cache, FSB1333). Letzteren scheint Intel ebenfalls neu eingeführt zu haben – abgesehen von den teuren Core-2-Extreme-Vierkernen waren bisher sonst nur die Versionen Q9450 und Q9650 mit jeweils 2 × 6 MByte L2-Cache angekündigt [4], aber längere Zeit nur schlecht lieferbar.
Auch bei den Vierkernen der Xeon-3000-Baureihe [5] für Server mit einer Prozessorfassung hat Intel den Rotstift angesetzt, die den Core 2 Quads sehr ähnlichen CPUs liegen auch vom Preis her jeweils nahe an diesen. Schließlich hat Intel auch die Preise einiger Celeron-400-Modelle, mancher Pentium Dual-Cores und des Core 2 Duo E6850 herabgesetzt.
Der Core 2 Duo E7200 ist Intels erster "billigerer" 45-Nanometer-Prozessor: Die Baureihe 7000 soll allmählich die Core-2-Duo-4000-Familie ablösen [6]. Datenblätter hat Intel noch nicht veröffentlicht, doch nach den Händlerinformationen bleibt die Thermal Design Power (TDP [7]) bei nominell 65 Watt; nach den bisherigen Erfahrungen mit Intels 45-nm-Prozessoren dürfte der Core 2 Duo E7200 allerdings erheblich sparsamer sein. Im Vergleich zur 4000er-Baureihe, deren schnellster Vertreter der Core 2 Duo E4700 mit 2,6 GHz ist, dürften die 7000er mehr Rechenleistung bieten: Der L2-Cache ist mit 3 MByte um 50 Prozent größer und der Frontsidebus läuft als FSB1066 statt FSB800. Außerdem hat Intel die 45-nm-Kerne optimiert und um SSE4-Befehle erweitert. (ciw [8])
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[3] https://www.heise.de/news/AMD-Phenom-X3-und-X4-im-B3-Stepping-ohne-TLB-Bug-Update-192902.html
[4] https://www.heise.de/news/Intel-kuendigt-45-nm-Doppelkerne-fuer-Desktop-Rechner-an-Update-176071.html
[5] https://www.heise.de/news/Intel-kuendigt-vier-45-Nanometer-Xeons-fuer-kleine-Server-an-176333.html
[6] https://www.heise.de/news/Core-2-Duo-Baureihe-E7000-soll-E4000-Familie-abloesen-177179.html
[7] http://www.heise.de/glossar/entry/Thermal-Design-Power-397869.html
[8] mailto:ciw@ct.de
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