Innenminister fordern Schutz vor manipulierten Geldautomaten
Nach Angaben des hessischen Innenministers soll sich der Schaden durch so genannte Skimming-Attacken in diesem Jahr von 21 auf 50 Millionen Euro mehr als verdoppelt haben. Die Banken sehen aber offenbar keinen Handlungsbedarf.
Die Innenminister von Bund und LĂ€ndern wollen die Banken zu einer AufrĂŒstung ihrer Geldautomaten drĂ€ngen, um den drastischen Anstieg der BetrugsfĂ€lle zu stoppen. Nach Angaben des hessischen Innenministers Volker Bouffier im Vorfeld der gegenwĂ€rtig stattfindenden Innenministerkonferenz [1] soll sich der Schaden durch so genannte Skimming-Attacken in diesem Jahr von 21 auf 50 Millionen Euro mehr als verdoppelt haben.
Beim Skimming kopieren die BetrĂŒger den Magnetkartenstreifen von Geldkarten durch spezielle VorsatzgerĂ€te am Kartenschlitz und spĂ€hen die Pin-Nummern etwa durch Mini-Kameras aus. Mit Anti-Skimming-Modulen lieĂen sich derartige Angriffe abwehren. Mit den Methoden der Skimmer und Anti-Skimming-Techniken beschĂ€ftigt sich auch der Artikel "Angriff der Karten-Kloner" [2] auf heise Security. Dort sind zudem Bilder ĂŒber die tĂ€uschend echt wirkenden AufsatzgerĂ€te zu sehen.
Die Banken sehen indes keinen Handlungsbedarf. "Die Geldautomaten sind sicher", meint eine Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Banken. "Die Polizei hat im ersten Halbjahr bereits mehr als 1300 SpĂ€h-Attacken verzeichnet", stellte Bouffier dagegen. Die am gestrigen Donnerstag und heutigen Freitag stattfindende Innenministerkonferenz will die SpitzenverbĂ€nde der Kreditwirtschaft deshalb auffordern, die Geldautomaten kĂŒnftig besser gegen Missbrauch zu sichern. (dab [3])
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[1] http://www.bundesrat.de/cln_051/nn_8758/DE/gremien-konf/fachministerkonf/imk/imk-node.html
[2] https://www.heise.de/hintergrund/Angriff-der-Karten-Kloner-270934.html
[3] mailto:dab@ct.de
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