Losgelöst auf Kurs
Infiniti bringt den Nachfolger der G-Reihe auf die Messe nach Detroit (19. bis 27. Januar 2012). Aufhorchen lÀsst die optionale "Steer-By-Wire"-Lenkung ohne mechanische Verbindung zwischen VorderrÀdern und Lenkrad. Im Herbst 2013 soll der Q5 auch nach Europa kommen
Detroit (USA), 16. Januar 2013 â Nissans Premium-Marke Infiniti verkauft sich seit ĂŒber 20 Jahren prĂ€chtig in den USA. Da ist es wohl kein Zufall, wenn das neueste Modell, der Q50, auf der Messe in Detroit (19. bis 27. Januar 2012) steht. Die eigentliche Sensation ist die optionale "Steer-By-Wire"-Lenkung: Der Q5 lenkt als erstes Serienauto ohne mechanische Verbindung zwischen VorderrĂ€dern und Lenkrad.
Neues ModellkĂŒrzel
Der Q50 löst die in die Jahre gekommene G-Limousine [1] ab. Das neue KĂŒrzel "Q" in der Nomenklatur des Modellprogramms steht fĂŒr Limousinen und Cabrios, "QX" bezeichnet SUVs und Crossover. Die Ziffer dahinter dient der Einordnung innerhalb der Modellpalette. Mit 4,78 Meter sind beide Fahrzeuge gleich lang, auch beim Radstand bleibt es bei 2,85 Meter. Damit liegt der Q50 gröĂenmĂ€Ăig zwischen der 3er- und der 5er-Reihe von BMW. Je nach Motorisierung fasst der Kofferraum bis zu 500 Liter. AuffĂ€lligstes Merkmal im Q50-Cockpit sind zwei groĂe Touchscreens in der Mittelkonsole. Alle wichtigen Informationen und hĂ€ufig genutzten Dienste erscheinen auf dem oberen Bildschirm, alles andere auf dem unteren Monitor. Beide Schirme arbeiten zusammen: So kann oben die Karte angezeigt werden, wĂ€hrend unten beispielsweise Sonderziele gesucht werden. Einige Funktionen wie die Klimaregelung werden jedoch noch ĂŒber klassische Schalter bedient. Eine Auswahl fahrzeugbezogener Apps ist bereits im System gespeichert, weitere Apps können per Smartphone oder USB-Stick aufgespielt werden. Eine weitere Besonderheit des Q50 ist das so genannte "i-Key-System", welches die persönlichen Einstellungen von bis zu vier verschiedenen Fahrern speichert.
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Auch als Hybrid und Allradler erhÀltlich
Zum US-Marktstart im Sommer 2013 ist der Q50 in zwei Motorisierungen erhÀltlich. Neben einem 3,7-Liter-V6-Ottomotor mit 333 PS, variabler Ventilsteuerung und 365 Nm Drehmoment ist auch ein Hybrid im Angebot. Hier wird ein 3,5-Liter-V6-Otto mit 306 PS mit einem 50 kW starken Elektromotor und einer Lithium-Ionen-Batterie verbunden. Die Systemleistung betrÀgt 268 kW respektive 365 PS. Beide Sechszylinder arbeiten mit einer Siebenstufen-Automatik zusammen. Beide Antriebsvarianten sind entweder mit Hinterrad- oder Allradantrieb zu haben.
Steer-By-Wire Weltpremiere
Ein Extra der besonderen Art ist die laut Infiniti weltweit erste Steer-by-Wire-Lenkung [4] fĂŒr Serienautos. Hier wird der Lenkbefehl nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch weitergegeben und dann elektromechanisch umgesetzt. Je nach PrĂ€ferenz kann der Fahrer die LenkkraftunterstĂŒtzung als auch die LenkĂŒbersetzung individuell einstellen. Nur bei Systemausfall wird eine parallel vorhandene, mechanische Verbindung mithilfe einer nicht nĂ€her erklĂ€rten Kupplung genutzt. Beim erweiterten Spurhalte-Assistenten wird nicht allein die Richtung korrigiert, sondern auch die GröĂe des Lenkradeinschlags optimiert - ein Vorteil auch bei Spurrillen oder Seitenwind.
SerienmĂ€Ăig wird eine klassische elektromechanisch unterstĂŒtzte Lenkung angeboten. Das Fahrwerk des Infiniti mit vorderen Doppelquerlenkern und hinterer Mehrlenkerkonstruktion ist auf Wunsch auch in einer Sportversion mit strafferer Abstimmung erhĂ€ltlich. SerienmĂ€Ăig rollt die Limousine auf 17-Zoll-Alufelgen mit 225er-Bereifung, optional sind 19-Zöller mit 245er-Gummis im Angebot.
Nach Europa mit Diesel-Option
Die Europapremiere des Infiniti Q50 findet Anfang MĂ€rz 2013 auf dem Genfer Salon statt, der Marktstart in Deutschland ist fĂŒr den FrĂŒhherbst anvisiert. Sehr wahrscheinlich wird dann zusĂ€tzlich der Dreiliter-Diesel mit 238 PS das Angebot ergĂ€nzen. Bislang startet die G-Reihe bei 40.000 Euro, in einer Ă€hnlichen Preisregion dĂŒrfte auch der Q50 liegen. (imp)
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[3] https://www.heise.de/bilderstrecke/4745488.html?back=1785131;back=1785131
[4] https://www.heise.de/news/Nissan-bringt-Steer-by-Wire-in-Serie-1732435.html
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