Infineon verhandelt mit Toshiba
Infineon und Toshiba wollen in dem verlustreichen GeschÀft mit Speicherchips zsuammenarbeiten.
Der angeschlagene Halbleiterhersteller Infineon verhandelt mit dem japanischen Elektronikkonzern Toshiba [1] ĂŒber eine Zusammenarbeit in dem verlustreichen GeschĂ€ft mit Speicherchips. Details ĂŒber die GesprĂ€che sollten zunĂ€chst nicht bekannt gegeben werden, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in MĂŒnchen. Auch zu einem möglichen Verkauf der Sparte wollte er sich zunĂ€chst nicht Ă€uĂern. An der Börse wurde die Nachricht ĂŒber die mögliche Zusammenarbeit mit Toshiba positiv bewertet. Der Kurs der Infineon-Aktie stieg um zeitweise mehr als drei Prozent auf 27,69 Euro. Der rasante Preisverfall bei Speicherchips hatte Infineon in den vergangenen Monaten schwer zugesetzt und einen groĂen Teil zu den Verlusten des Konzerns [2] beigetragen.
Japanische Medien hatten im Zusammenhang mit einem massiven Stellenabbau bei Toshiba [3] bereits am Wochenende ĂŒber die Verhandlungen mit der Siemens-Tochter Infineon berichtet. Im dritten Quartal des laufenden GeschĂ€ftsjahres 2000/2001 machte Infineon in der Sparte Speicherchips mehr Verlust als Umsatz. Bei einem Erlös von 332 Millionen Euro summierte sich der Verlust vor Zinsen und Steuern auf 340 Millionen Euro. DafĂŒr war vor allem der rasante Preisverfall bei DRAM-Chips verantwortlich. (dpa) / (jk [4])
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[2] https://www.heise.de/news/Infineon-bestaetigt-Stellenstreichungen-42169.html
[3] https://www.heise.de/news/Auch-Toshiba-will-angeblich-massiv-entlassen-51164.html
[4] mailto:jk@heise.de
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