IT-Mittelstand spricht sich fĂŒr ein Digitalministerium aus
(Bild: dpa, Ralf Hirschberger)
Wie kann der Digitalstandort Deutschland gestÀrkt werden? Die mittelstÀndischen IT-Unternehmen geben der Politik einige Empfehlungen. Diese reichen von einem eigenen Digitalministerium bis hin zur besseren Bildung.
Der IT-Mittelstand in Deutschland fordert von der kĂŒnftigen Bundesregierung die Einrichtung eines Digitalministeriums [1]. Die Entscheidungskompetenzen in Sachen Netz- und Digitalpolitik seien derzeit auf zu viele Ministerien verteilt, sagte der PrĂ€sident des Bundesverbands IT-Mittelstand (Bitmi [2]), Oliver GrĂŒn, am Mittwoch auf der CeBIT [3]. Die Folgen seien ein hoher Koordinationsaufwand, langsame Entscheidungen und Streit um die ZustĂ€ndigkeiten. Bei einem so zentralen Zukunftsthema können wir uns das nicht erlauben", betonte GrĂŒn. Sonst drohe Deutschland international abgehĂ€ngt zu werden.
Immer wieder kommt es seitens der Wirtschaft aber auch der Politik zu Apellen [4], Netzthemen in einer Behörde zu bĂŒndeln. Derzeit sind unter anderem das Wirtschafts-, das Innen- sowie das Verkehrsministerium fĂŒr diese Themen zustĂ€ndig. Gegner einer BĂŒndelung argumentieren, dass von den Folgen der Digitalisierung ohnehin alle Ressorts betroffen seien.
Programmieren als "wichtigste Fremdsprache unserer Zukunft"
Der Bitmi, der nach eigenen Angaben mehr als 1500 ausschlieĂlich mittelstĂ€ndische IT-Unternehmen in Deutschland vertritt, fordert darĂŒber hinaus mehr Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie in die digitale Bildung. "Die ErschlieĂung auch lĂ€ndlicher RĂ€ume mit Breitbandinternet ist dafĂŒr ein wichtiger Schritt, denn hier sitzt oftmals der Mittelstand", erklĂ€rte Verbands-VizeprĂ€sident Martin Hubschneider. Der Bund mĂŒsse deshalb erheblich in den Ausbau des Glasfasernetzes investieren.
Um die digitale Kompetenz in Deutschland zu stĂ€rken, soll nach Ansicht des Verbands bereits an Grundschulen das Fach Digitalkunde unterrichtet werden. "Wir mĂŒssen einfach frĂŒher anfangen", sagte GrĂŒn. Dann könne ein Grundstein gelegt werden fĂŒr ein tiefes VerstĂ€ndnis digitaler Technologien und Programmierung. Auch werde dadurch ein Bewusstsein fĂŒr einen sensiblen Umgang mit Daten geschaffen. Im Bitmi-Positionspapier âDigitaler Mittelstand 2020" [5] heiĂt es, Programmieren sei die "die wichtigste Fremdsprache unserer Zukunft". (msi [6])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-3661826
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.bitmi.de/digitaler-mittelstand-2020/
[2] https://www.bitmi.de/
[3] https://www.heise.de/thema/CeBIT
[4] https://www.heise.de/news/Dobrindt-fordert-Schaffung-eines-Bundesdigitalministeriums-3583252.html
[5] https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/BITMi-Positionspapier-2017.pdf
[6] mailto:msi@heise.de
Copyright © 2017 Heise Medien