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IT-Dienstleister von Siemens will GeschÀft stabilisieren

SBS-Chef Stodden lĂ€sst allerdings offen, ob er das Ziel von Siemens-Chef Pierer fĂŒr seinen Bereich fĂŒr realistisch hĂ€lt.

Nach starken UmsatzrĂŒckgĂ€ngen will der zweitgrĂ¶ĂŸte deutsche IT-Dienstleister SBS [1] sein GeschĂ€ft zumindest stabilisieren. Der Umsatz der Siemens-Tochter mit externen Kunden solle im GeschĂ€ftsjahr 2003/2004 wachsen, sagte SBS-Chef Paul Stodden am Mittwoch. Eventuell könne so der RĂŒckgang der AuftrĂ€ge [2] innerhalb des Siemens-Konzerns kompensiert werden. Die operative Marge solle in jedem Fall verbessert werden. 2002/03 war der SBS-Umsatz um zehn Prozent auf 5,2 Milliarden Euro eingebrochen. Das operative Ergebnis sank auch wegen hoher Risikovorsorge fĂŒr einen Auftrag in Großbritannien von 101 auf 13 Millionen Euro.

Mit einer bereinigten operativen Umsatzrendite von zwei Prozent war SBS weit von den ursprĂŒnglichen Vorgaben des Konzerns entfernt. Vorstands-Chef Heinrich von Pierer hatte SBS in der Operation 2003 [3] eine Marge von fĂŒnf bis sechs Prozent verordnet. Stodden ließ offen, ob dieses Ziel fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr realistisch ist. "Ich halte das nicht fĂŒr aussichtslos." Konkrete Prognosen wollte er aber nicht abgeben. Der Markt sei weiterhin schwierig.

SBS macht noch ein Viertel seines GeschĂ€fts mit anderen Siemens-Bereichen. Der Mutterkonzern fĂ€hrt die IT-Ausgaben allerdings stark zurĂŒck, daher muss sich SBS andere Wachstumsfelder suchen. Ausgebaut werden soll unter anderem das GeschĂ€ft in den USA. Mittelfristig will Stodden den Umsatz hier auf eine Milliarde Euro verdoppeln. SBS bietet unter anderem die Wartung von Hardware und Software an, organisiert die Auslagerung von Rechenzentren und Call Centern und berĂ€t die Unternehmen bei IT-Prozessen. (dpa)/ (tol [4])


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[2] https://www.heise.de/news/Siemens-verdient-weniger-82669.html
[3] https://www.heise.de/news/Siemens-mit-gutem-Jahresabschluss-88475.html
[4] mailto:tol@heise.de