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IG Metall fordert per Ultimatum Siemens-Garantie für Kamp-Lintfort

Die Führungsspitze von BenQ hatte es nicht ausgeschlossen, dass nach der Übernahme der Siemens-Handysparte Kapazitäten aus Deutschland nach Asien verlagert werden könnten.

Die IG Metall [1] hat dem Siemens-Konzern [2] nach ersten Drohungen [3] nun ein Ultimatum für die Abgabe einer Standort- und Arbeitsplatzgarantie für das Handy-Werk Kamp-Lintfort gestellt. Sollte bis zu Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen keine schriftliche Zusage für die rund 2000 Beschäftigten gegeben werden, werde die Gewerkschaft die tarifvertraglichen Regelungen hinsichtlich Mehrarbeit und Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld in Frage stellen, kündigte die IG Metall am Mittwoch an.

Siemens hat die komplette Handy-Sparte [4] an den taiwanesischen Konzern BenQ [5] verkauft. Die Führungsspitze des asiatischen Konzerns hatte es nicht ausgeschlossen, dass Kapazitäten aus Deutschland nach Asien verlagert werden könnten [6]. Erst 2004 hatte Siemens mit der Belegschaft in Kamp-Lintfort und vom benachbarten Festnetz-Telefon- Werk in Bocholt einen Ergänzungstarifvertrag geschlossen [7]. Der sieht eine Bestandsgarantie bis 2006 sowie Investitionen in Höhe von mindestens 30 Millionen Euro vor. (dpa) / (jk [8])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-110745

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[1] http://www.igmetall.de
[2] http://www.siemens.de
[3] https://www.heise.de/news/Verlagerung-der-BenQ-Handyproduktion-provoziert-IG-Metall-110434.html
[4] https://www.heise.de/news/Siemens-trennt-sich-von-Handygeschaeft-107908.html
[5] http://www.benq.de/
[6] https://www.heise.de/news/BenQ-Weniger-Handy-Modelle-nach-uebernahme-der-Siemens-Sparte-109709.html
[7] https://www.heise.de/news/Rund-2000-Siemens-Arbeitsplaetze-gerettet-102631.html
[8] mailto:jk@heise.de