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IDF: Server & Storage

Erich Bonnert

Der dritte IDF-Tag stand vorrangig unter dem Thema Server und Storage.

Der dritte IDF-Tag stand vorrangig unter dem Thema Server und Storage. Den neuen Itanium 2 namens Madison hatte Intels Chief Operating Officer Paul Ottelini ja schon am ersten IDF-Tag [1] kurz vorgefĂŒhrt. Jetzt wurde nochmal betont, dass der in 0,13-”m-Technik gefertigte Madison wie der VorgĂ€nger McKinley unter den Namen Itanium 2 und nicht etwa als Itanium 3 ins Rennen gehen soll. Der Chip ist voll sockel-kompatibel zum Itanium 2, aber dank höherem Takt und doppelt so großem L3-Cache von sechs MByte 30 bis 50 Prozent schneller. Zum Itanium 2 wurden neben den schon verkĂŒndeten TPC-Werten [2] jetzt noch ein paar weitere Benchmark-Ergebnisse veröffentlicht, darunter viele "Industrie-Rekorde": Etwa die 120 GByte/s im Stream-Benchmark auf einer 64-Prozessor-Maschine von SGI oder 101 GFlops im Linpack HPC auf dem NEC-Server TX7/i9510 mit 32 Prozessoren.

Auch ein paar richtige Launches fanden statt: Nach den Desktop-Prozessoren sind jetzt nĂ€mlich die Xeons (DP) mit 2,6 und 2,8 GHz fĂŒr 433 respektive 562 US-Dollar zu haben (OEM-Preis ab 1000 StĂŒck). Neue ChipsĂ€tze bringen FSB533 und DDR266 auch in die Workstation- und Serverwelt: Granite Bay, fĂŒr einen, und Placer fĂŒr zwei Prozessoren, jeweils mit AGP8x versehen, und fĂŒr Server der Plumas. Diese ChipsĂ€tze sollen im viertem Quartal zusammen mit 3-GHz-Xeons herauskommen.

Daneben stellte Intel fĂŒr Storage-Zwecke eine Low-Voltage-Version des Xeon vor, der, mit 1,6 GHz Takt betrieben, weniger Leistung verbrauchen soll. Allerdings kochte Intel den kĂŒhlen Xeon-Prozessor so klein, dass es nicht einmal Angaben zur Spannung oder zur Leistungsaufnahme gab, nur zum Preis: 350 US-Dollar.

Im Storage-Bereich soll Serial ATA jetzt breitflĂ€chig auf den Markt. Intel selbst will das Bluemountain-2-Board mit zwei integrierten SATA-KanĂ€len ausliefern sowie auch bei den RAID-Systemen krĂ€ftig mitspielen. Der RAID Controller SRCZCR kann sowohl mit SATA als auch Ultra160 SCSI und dem neuen Ultra320 SCSI umgehen. Er bietet zusĂ€tzlich eine von Intel entwickelte RAID-Erweiterung namens RAIDIOS. Daneben vermarktet Intel auch RAID-Controller fĂŒr Fiberchannel mit 2GBit/s. Serial ATA II ist jetzt ebenfalls spezifiziert und man konnte im Showcase die ersten Prototypen bewundern. SATA II bietet nicht nur die doppelte Geschwindigkeit (bei gleichem Kabel), sondern auch neue Features wie Command Queuing. Und da gibt es ja noch im High-End den "Dauerbrenner" Infiniband, der noch auf Single-Chip-Lösungen wartet. Aus diesem GeschĂ€ft hat sich das Halbleiterhaus Intel aber inzwischen herausgezogen und ĂŒberlĂ€sst es anderen Firmen, vor allem IBM. Als Verbindung zwischen Cluster und Speichersubsystemen ist Infiniband dennoch weiterhin Intels I/O-Anschluss erster Wahl, fĂŒr Board-zu-Board-Verbindungen setzt Intel aber offenbar verstĂ€rkt auf den PCI-Express. [3] Eine allererste Demo vom PCI-Express mit einem NEC-Testchip konnte man auch schon bewundern. (Erich Bonnert) / (wst [4])


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https://www.heise.de/-61130

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/IDF-Konvergenz-durch-Silizium-60689.html
[2] https://www.heise.de/news/IDF-Itanium-Server-von-NEC-schnellstes-Windows-System-Update-60866.html
[3] https://www.heise.de/news/Neue-PCI-Spezifikationen-veroeffentlicht-65880.html
[4] mailto:wst@technology-review.de