IDF: PC133, wenns denn sein muss
Die Speichertechnik der nächsten PC-Generation muß nicht unbedingt Rambus heißen, meint jetzt auch Intel.
Intel hat im Memory Roadmap Update nun offiziell PC133 als Bestückungsvariante der nächsten Chipsatz-Generation bestätigt. Nach dem Shakespeare-Motto "Was ihr wollt" soll der nächste noch unbenannte Desktop-Chipsatz entweder zwei Rambus-Module oder zwei SDRAM-Module unterstützen. Die Kombination beider Techniken ist nicht vorgesehen. Zwar bringt PC133 zumindest in diesem Design nach Meinung von Intel-Fellow Pete MacWilliams keine Performance-Vorteile vor einem BX-Chipsatz mit PC100, aber kommen muß sie trotzdem, wie Co-Referent Jay Bell von Dell sagte:" Die Leute wollen höhere MHz-Werte sehen!".
Doch Rambus scheint auch nicht gerade der Renner zu sein. Zwar gibt es Low-Level-Werte vom 820- und 840-Chipsatz, in denen RDRAMs erheblich besser aussehen als SDRAMs, doch Dell-Fellow Bell präsentierte Office-Benchmark-Ergebnisse von Excel und Powerpoint, in denen "RDRAM500" deutlich schlechter abschnitt als "SDRAM500" (gemeint sind hier Pentium-III-500-Systeme). Nur wenn man parallel dazu andere speicherintensive Applikationen wie etwa Laplink ausführt, beweist sich der Rambus, der dann nur um 67% langsamere Werte liefert, im Vergleich zu SDRAM, das um 85% einbricht.
Später im Jahr 2000 soll ein weiterer Chipsatz auf den Markt kommen, der nur SDRAMs PC100/133 unterstützt und dadurch etwas schneller sein soll als der Combo-Chipsatz mit halbherzig nachgestricktem SDRAM-Support. Merced wird allerdings zunächst nur mit SDRAMs zusammenarbeiten dürfen, da, wie sich MacWilliams gegenüber c't äußerte, im Serverbereich keine Speicher zum Einsatz kommen, die nicht ausgereift ("not matured") sind. (as [1]) (cp [2])
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