IDF: Nvidia zeigt nForce4 Intel Edition
Nvidia hat schon vor der offiziellen Vorstellung erste Mainboards mit der Intel Edition des nForce4-SLI-Chipsatzes sehen lassen.
Bereits vor der offiziellen Vorstellung des lange erwarteten [1] Chipsatzes für Intel-Prozessoren hat Nvidia auf dem am vergangenen Donnerstag beendeten Intel Developer Forum [2] (IDF) in San Francisco erste Mainboards von Asus, Biostar, Epox, Gigabyte und MSI gezeigt. Demnach besteht die Intel Edition des nForce4 aus einer North- und einer Southbridge. Zur Northbridge gehören die wohl mit FSB800 und FSB1066 laufende Verbindung zum Prozessor, ein Zweikanal-Speicher-Interface für DDR2-Speicher, vermutlich 20 PCI-Express-Lanes (PCIe) und wahrscheinlich ein Hypertransport-Interface zum Anschluss der Southbridge. Wie der nForce4 SLI für den AMD Athlon 64 unterstützt der Chipsatz eine oder zwei Grafikkarten. Beim Betrieb mit einer Karte steht ein PCIe-x16-Anschluss bereit; bei zwei Grafikkarten bekommt jede acht PCIe-Lanes zugeteilt, sie arbeiten dann im SLI-Verfahren [3]. Die Ausstattung der Southbridge MCP4 umfasst vermutlich einen PCI-Controller, vier Serial-ATA-II-Ports, mindestens acht USB-2.0-Anschlüsse, Gigabit-LAN, AC97-Sound und zwei herkömmliche IDE-Kanäle. Nicht integriert hat Nvidia wohl Firewire und weitere PCIe-Lanes.
Die Intel Edition des nForce4 ist der erste Chipsatz für den Pentium 4, der den Betrieb von zwei PCIe-Grafikkarten erlaubt. Intels E7525 (Tumwater) [4] unterstützt zwar ebenfalls SLI, ist aber für den Xeon ausgelegt und bisher nur auf Boards mit dem Sockel 604 erhältlich.
Zuvor hat Nvidia keine frei erhältlichen Chipsätze für Intel-Prozessoren hergestellt, sondern nur einen Spezialchip für Microsofts Xbox [5], die mit einem Pentium III bestückt ist. Erst mit der nForce-Familie für den AMD Athlon XP begann Nvidias Chipsatz-Karriere – der nForce2 gilt als schnellster für diese Plattform verfügbare Chipsatz. Vor kurzem hat Nvidia mit dem nForce4 Professional 2200 [6] den ersten Chipsatz für AMDs Opteron-Prozessoren vorgestellt, der den direkten Anschluss von 40 PCIe-Lanes, acht SATA-II-Ports und zweimal Gigabit-LAN ermöglicht. Das Ende 2004 vereinbarte Patentaustauschabkommen mit Intel [7] gab Nvidia nun die Möglichkeit, zusätzlich auch Chipsätze für den Pentium 4 zu verkaufen. (jow [8])
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[1] https://www.heise.de/news/IDF-Intels-Plattform-Offensive-und-Nvidias-Nforce-SLI-139154.html
[2] http://www.intel.com/idf/
[3] https://www.heise.de/news/SLI-ist-wieder-da-Zwei-PCI-Express-Grafikkarten-kombiniert-103270.html
[4] https://www.heise.de/news/Intel-praesentiert-neue-Workstation-Plattform-mit-64-Bit-Erweiterung-102853.html
[5] https://www.heise.de/news/Produktion-des-Xbox-Grafikchips-laeuft-an-36873.html
[6] https://www.heise.de/news/Workstation-und-Server-Chipsatz-von-Nvidia-129254.html
[7] https://www.heise.de/news/NVidia-baut-nForce-Chipsaetze-fuer-Intel-Prozessoren-116619.html
[8] mailto:jow@ct.de
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