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IBM überarbeitet Blade-Server

Christof Windeck

Für das erfolgreiche Server-System BladeCenter bietet IBM verbesserte Einschübe mit Intel-Xeon- und PowerPC-Prozessoren an.

Für das erfolgreiche Server-System BladeCenter bietet IBM verbesserte Einschübe mit Intel-Xeon- und PowerPC-Prozessoren an. Bisher passten in jedes BladeCenter-Chassis [1] entweder bis zu 14 Dual-Prozessor-Servereinschübe der Typen HS20 [2] (Dual Xeon FSB533) oder JS20 [3] (Dual PowerPC 970 1,6 GHz) oder sieben vom Typ HS40 [4] (Quad Xeon). Die doppelt dicken Quad-CPU-Blades lassen sich mit Dual-Blades beider CPU-Typen mischen. Als Betriebssysteme waren bisher Linux-Varianten und Windows Server zu haben.

Nun hat IBM die HS20- und JS20-Blades überarbeitet. In dem neuen JS20 [5] stecken zwei PowerPC-970-FX-Prozessoren mit jeweils 2,2 GHz Taktfrequenz, außer Linux ist nun auch AIX 5L V5.2 zu haben. In den überarbeiteten HS20-Versionen kommen jetzt Intels Xeons mit FSB800 [6], bis zu 3,6 GHz Taktfrequenz und EM64T-Befehlssatzerweiterung zum Einsatz. Als Hauptspeicher dienen bis zu 8 GByte DDR2-RAM.

Wer statt der beiden im HS20 integrierten IDE-Festplatten (auch Flash-Disks mit bis zu 4 GByte verfügbar) lieber Ultra320-SCSI-Disks wollte, musste bisher einen weiteren Einschubplatz opfern und dort einen Hotswap-SCSI-Rahmen für zwei Platten installieren. Nun kommen in den HS20-Blades direkt zwei (Non-Hotswap-)SCSI-Laufwerke zum Einsatz. Die JS20-Blades sind weiterhin nur mit Ultra-ATA/100-Laufwerken zu haben.

Die US-Preise für die HS20-Blades beginnen (ohne Steuern) knapp über 2000 US-Dollar für einen Single-Xeon-Einschub. Mit zwei 3,6-GHz-Prozessoren, 2 GByte RAM, zwei Ultra320-SCSI-Laufwerken, Windows Server 2003 Enterprise Edition und fünf Jahre Vor-Ort-Reparaturservice mit zwei Stunden Reaktionszeit kostet ein HS20 über 10.000 US-Dollar -- ein gut gefülltes BladeCenter-Rack kostet also leicht über 500.000 US-Dollar.

Intel [7] und IBM haben die BladeCenter-Serie gemeinsam entwickelt und kürzlich die Spezifikationen offen gelegt [8], um mehr Zubehör [9]-Anbieter anzulocken. Beide Firmen haben auch den Telekommunikations-Servermarkt im Visier und konkurrieren gemeinsam gegen Sun [10]. (ciw [11])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-108538

Links in diesem Artikel:
[1] http://www-1.ibm.com/servers/eserver/bladecenter/chassis/index.html
[2] http://www-1.ibm.com/servers/eserver/bladecenter/hs20/more_info.html
[3] https://www.heise.de/news/IBMs-PowerPC-Blades-sollen-ab-Juni-endlich-ausgeliefert-werden-99280.html
[4] https://www.heise.de/news/Blade-Server-mit-vier-Prozessoren-91247.html
[5] http://www-1.ibm.com/servers/eserver/bladecenter/hs20js20.html
[6] https://www.heise.de/news/Intels-neue-Generation-von-Server-Chipsaetzen-101291.html
[7] http://developer.intel.com/design/servers/blades/index.htm
[8] https://www.heise.de/news/IBM-und-Intel-wollen-Blade-Server-Standard-etablieren-103492.html
[9] https://www.heise.de/news/Blade-Server-mit-flexibler-Ausstattung-85327.html
[10] https://www.heise.de/news/Suns-Server-fuer-Telecom-Carrier-mit-ATCA-Linux-und-Opterons-104955.html
[11] mailto:ciw@ct.de