IBM machte massiven Verlust mit Festplatten
Big Blue hat nun erstmals Ergebnisse seiner Festplatten-Sparte bekannt gegeben.
Vor kurzem schloss IBM [1] eine Allianz [2] mit Hitachi als Reaktion auf die gesunkene Nachfrage nach Speichermedien. Welcher Schaden durch den Umsatzrückgang verursacht wurde, zeigen jetzt Zahlen, die IBM der US-Börsenaufsicht SEC bekannt geben musste: Im vergangenen Jahr und im ersten Quartal 2002 machte der größte Computerkonzern der Welt im Geschäft mit Festplatten 515 Millionen US-Dollar Verlust vor Steuern. Allein im vierten Quartal 2001 rutschte IBM in diesem Bereich mit 232 Millionen US-Dollar in die Miesen. Die Lage erholte sich anscheinend im ersten Quartal 2002, als der Verlust vergleichsweise geringe 92 Millionen US-Dollar betrug.
Bislang hatte IBM Zahlen über sein Geschäft mit Festplatten zurückgehalten und war deshalb von den Anlegern kritisiert worden. Auf Grund der in den USA geltenden Bilanzierungsregeln GAAP [3] musste IBM wegen der anstehenden Übernahme von 70 Prozent der Sparte durch Hitachi die Zahlen nun melden. Das japanische Unternehmen zahlt für die Übernahme rund zwei Milliarden US-Dollar. (anw [4])
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[2] https://www.heise.de/news/IBM-und-Hitachi-besiegeln-Deal-ueber-Speichermedien-64264.html
[3] http://www.boersenlexikon.de/usgaap.htm
[4] mailto:anw@heise.de
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