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Hyper-Threading-Lizenz für SiS

Andreas Stiller

Quasi als Weihnachtsgeschenk hat Intel der taiwanischen Chipsatzfirma SiS nun die Lizenz für Hyper-Threading-Chipsätze erteilt.

Quasi als Weihnachtsgeschenk hat Intel der taiwanischen Chipsatzfirma SiS [1] nun die Lizenz für die Unterstützung von Hyper-Threading-Prozessoren [2] erteilt. So können die auf der Comdex vorgestellten neuen Chipsätze [3] auch legal ausgeliefert werden. Anders als die Firma VIA (die mit Intel einen Patent-Grabenkrieg führt, zuletzt mit einem Teilerfolg [4]) besitzt SiS eine Lizenz für den Pentium-4-Bus und zahlt brav pro Chipsatz Gebühren an Intel. Und so war es wenig verwunderlich, dass die Lizenz auf Hyper-Threading ausgedehnt wurde. Laut SiS verhandele man allerdings noch mit Intel über den schnelleren Frontside-Bus FSB800 (200 MHz quad pumped). Welche Lizenzgebühren SiS jetzt entrichten muss, wurde nicht bekannt gegeben.

Der Aufwand für eine Chipsatz-Erweiterung für Hyper-Threading hält sich in Grenzen. Für den Multiprozessor-Betrieb ist ein zweiter IO-APIC nötig. Hinzu kommt eine Erweiterung für das Powermanagement beziehungsweise ACPI, um jeden der beiden logischen Prozessoren einer Hyper-Threading-CPU getrennt in den Schlafzustand versetzen und bei Bedarf wieder aufwecken zu können. (as [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-72319

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.sis.com.tw
[2] https://www.heise.de/news/Pentium-4-3-06-GHz-mit-Hyper-Threading-70295.html
[3] https://www.heise.de/news/Comdex-Neue-Chips-von-SiS-70585.html
[4] https://www.heise.de/news/VIA-vs-Intel-Etappen-Erfolg-fuer-VIA-in-England-72227.html
[5] mailto:as@ct.de