Haftstrafe fĂŒr Mitarbeit an Filmportal kino.to
Nach der internationalen Polizeiaktion gegen das Streaming-Portal kino.to, bei der zahlreiche VerdĂ€chtige verhaftet worden waren, gibt es nun die erste Verurteilung zu vermelden: Ein Leipziger muss fĂŒr zweieinhalb Jahre ins GefĂ€ngnis.
FĂŒr die Mitarbeit am illegalen Internet-Filmportal kino.to ist ein 33 Jahre alter Webdesigner zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht Leipzig sprach ihn am Freitag der gewerbsmĂ€Ăigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschĂŒtzter Werke in mehr als 1,1 Millionen FĂ€llen schuldig. Der 33-JĂ€hrige ist der erste, der im Zusammenhang mit den Ermittlungen [1] zu dem Filmportal verurteilt wurde. Das Urteil ist rechtskrĂ€ftig.
Der Mann hatte ein GestĂ€ndnis abgelegt und damit nach EinschĂ€tzung des Gerichts entscheidend zur AufklĂ€rung des Falls beigetragen. "Es ging bei kino.to rein darum, Geld zu machen", sagte Richter Mathias Winderlich in seiner UrteilsbegrĂŒndung. Die Betreiber des Portals hatten Millionen-UmsĂ€tze mit Online-Werbung erzielt.
Bei kino.to waren nach frĂŒheren Angaben zuletzt mehr als eine Million Links auf geschĂŒtzte Werke aus Film und Fernsehen prĂ€sentiert worden, monatlich kamen etwa 131.000 hinzu. Die Drahtzieher des illegalen Netzwerkes saĂen in Leipzig. Auf Konten fanden die Ermittler rund 2,5 Millionen Euro [2]. Das Geld wurde beschlagnahmt. Als Hauptbeschuldigter gilt ein 38-JĂ€hriger. Insgesamt gab es 13 Festnahmen. (vbr [3])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1389294
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/kino-to-Polizeiaktion-gegen-Filmpiraten-1257486.html
[2] https://www.heise.de/news/Konten-nach-kino-to-Razzia-beschlagnahmt-1262984.html
[3] mailto:vbr@heise.de
Copyright © 2011 Heise Medien