HĂ€ndler erweitern Angebot bei Zahlungsverfahren
UmsatzzuwĂ€chse von 10 bis 22 Prozent stellt die Studie IZV6 all jenen HĂ€ndlern in Aussicht, die ihren Kunden eine möglichst groĂe Palette von Zahlungsoptionen anbieten.
Welcher Online-HĂ€ndler wĂŒnscht sich nicht UmsatzzuwĂ€chse zwischen 10 und 22 Prozent oder mehr? Durch die Erweiterung der Zahlverfahren auf die Methoden Bezahlen mit Amazon [1], Kreditkarte und PayPal soll das möglich sein, das versprechen zumindest die Ergebnisse der Studie âDer Internetzahlungsverkehr aus Sicht der HĂ€ndlerâ (IZV 6) [2]. Diese wird von ECC Handel [3] in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Frankfurt und Prof. Malte KrĂŒger von der UniversitĂ€t Karlsruhe alle zwei Jahre erstellt.
Untersucht wurde sowohl die Verbreitung von Zahlungsoptionen als auch die damit verbundenen Erwartungen und Erfahrungen des Internet-Handels. An der Studie von September bis Dezember 2011 durchgefĂŒhrten nahmen 619 Mitarbeiter von Unternehmen teil, die vornehmlich Handel im Internet betreiben. UnterstĂŒtzt wurde die Studie unter anderem von PayPal Deutschland GmbH, Postbank P.O.S Transact GmbH, Payment Network AG, Expercash GmbH und Skrill Holdings.
(Bild:Â ECC Handel)
InternethĂ€ndler bieten 2011 im Schnitt schon 5,5 Zahlungsmethoden [4] an. Das ist im Schnitt gut eine Bezahloption mehr als bei der letzten, 2009 durchgefĂŒhrten Befragung. Am weitesten Verbreitet sind die klassischen Verfahren, angefĂŒhrt von "Vorkasse" (Platz 1), Barbezahlung bei Abholung, Rechnung, Nachnahme und Kreditkarte. Einzig "Paypal" [5] konnte sich mit einer Verbreitung von 80,9 Prozent und deutlichem Zugewinn im Vergleich zur letzten Befragung unter die etablierten Bezahlmethoden drĂ€ngen. Dank gestiegener Verbreitung schaffte es "sofortĂŒberweisung.de" (45,8 %) auf einen guten siebten Platz, noch vor der Option "Lastschrift".
Bis Ende 2012 will ein GroĂteil der HĂ€ndler auĂerdem 2-3 weitere Zahlungsverfahren etablieren. Insbesondere haben hier die Kreditkarte, sofortĂŒberweisung.de und Bezahlen mit Amazon groĂe Chancen, erhebliche Marktanteile zu gewinnen. Mit einer Verbreiterung des Angebots wollen die HĂ€ndler verstĂ€rkt auf die PrĂ€ferenzen der jeweiligen Zielgruppe eingehen und FlexibilitĂ€t im Bezug auf die Kundenanforderungen demonstrieren.
(Bild:Â ECC Handel)
Vorkasse ist â wen wunderts â aus Sicht der HĂ€ndler nach wie vor die beliebteste Zahlungsmethode. Allerdings bekamen auch einige der neueren Verfahren [6], wie "Bezahlen mit Amazon" und "sofortĂŒberweisung.de" sehr gute Bewertungen. Rechnung und Nachnahme fielen trotz der hohen Verbreitung in der Bewertung stark ab und rutschen ins Mittelfeld oder gar auf den letzten Platz (Nachnahme) ab.
(Bild:Â ECC Handel)
Den befragten HĂ€ndlern war bei der Bewertung der verschiedenen Bezahlverfahren besonders wichtig, das möglichst viele Kunden die angebotenen Bezahlverfahren nutzen konnten. Daneben spielte aber auch das eigene Risiko eine entscheidende Rolle.Weitere wichtige Faktoren waren die Bekanntheit und Beliebtheit der Zahloptionen. Die HĂ€ndler sehen das Bezahlen ĂŒber mobile GerĂ€te [7] jedoch als noch nicht relevant an. (roh [8])
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[1] https://www.heise.de/hintergrund/Bezahlverfahren-mit-Amazon-Begeisterung-der-Haendler-haelt-sich-in-Grenzen-1259430.html
[2] http://www.ecc-handel.de/der_internetzahlungsverkehr_aus_sicht_der.php
[3] http://www.ecc-handel.de/
[4] https://www.heise.de/hintergrund/Elektronische-Bezahlsysteme-auf-dem-Vormarsch-1204869.html
[5] https://www.heise.de/news/Paypal-will-Abhaengigkeit-von-eBay-verringern-184816.html
[6] https://www.heise.de/news/Facebook-Co-spielen-2012-als-Verkaufsplattform-fuer-den-Onlinehandel-noch-keine-Rolle-1402601.html
[7] https://www.heise.de/news/Ebay-Chef-Geldboerse-in-zwei-Jahren-obsolet-1420486.html
[8] mailto:roh@heise.de
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