HP/Compaq benennt 150 Top-Manager
Rund 150 Manager aus den bisherigen Unternehmen Hewlett-Packard und Compaq sollen in der fusionierten Gesellschaft Top-Positionen einnehmen.
Rund 150 Manager aus den bisherigen Unternehmen Hewlett-Packard und Compaq sollen in der fusionierten Gesellschaft Top-Positionen einnehmen und direkt an den Vorstand berichten, zu dem Fusions-Gegner Walter Hewlett nicht mehr gehören [1] soll. Geführt wird der HP/Compaq von HP-Chefin Carly Fiorina, Compaq-CEO wird Präsident des neuen Konzerns. So sehen es zumindest die Pläne der beiden Partner vor.
Aus der Namensliste der künftigen Top-Manager lassen sich auch Rückschlüsse auf die angepeilte Strategie des Unternehmens ziehen: Wie zuvor angekündigt, bleiben Compaqs Marken und Produkte an Bord, genau wie die Manager, die sich bislang um diese Abteilungen gekümmert haben. Beobachter nehmen die Benennung der Compaq-Manager McDowell und Gruzen für die Bereiche Intel-Server und Notebooks als Signal dafür, dass bisherige HP-Produkte aus diesen Segmenten aus dem Programm genommen werden sollen.
Noch läuft die Auszählung der Stimmen der HP-Aktionäre, die am 19. März nach Ansicht von Fiorina [2] mit knapper Mehrheit für die Fusion mit Compaq gestimmt haben. Aufsichtsratsmitglied und Fusionsgegner Walter Hewlett teilt diese Einschätzung allerdings nicht. Am 23. April wird vor Gericht über eine Klage von Walter Hewlett [3] verhandelt -- er hatte beanstandet, dass Großaktionäre wie die Deutsche Bank bei der Abstimmung von den Fusionsbefürwortern beeinflusst worden seien. (tol [4])
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[2] https://www.heise.de/news/HP-beansprucht-Sieg-im-Kampf-um-umstrittene-Fusion-62998.html
[3] https://www.heise.de/news/Walter-Hewlett-verklagt-Hewlett-Packard-wegen-Fusion-57478.html
[4] mailto:tol@heise.de
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