Gruselkabinett der europÀischen Software-Patente
Der FFII hat eine Datenbank zu Software-Patenten in Europa ins Web gestellt.
AnlĂ€sslich der Konferenz [1] zur Ăberarbeitung des EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommens (EPĂ) hat der Förderverein fĂŒr eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII [2]) eine Datenbank zu Software-Patenten in Europa ins Web gestellt. Hier findet man eine Ăbersicht [3] ĂŒber Software-bezogene Patente, die das EuropĂ€ische Patentamt (EPA) gewĂ€hrt hat. Noch interessanter fĂŒr Patent-BefĂŒrworter wie -Gegner dĂŒrfte eine Liste [4] sein, die nach Ansicht des FFII besonders triviale oder unnötig allgemeine Patente vorfĂŒhrt.
Der FFII weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Programmieraufgaben, GeschĂ€ftsideen und -verfahren laut Gesetzestext bislang in Europa nicht patentiert werden dĂŒrften. Dennoch finden sich in im "Gruselkabinett [5]" Patente, die beispielsweise das dynamische Festlegen von Preisen bei Online-Anfragen oder das Erzeugen dynamischer Webseiten durch Skripte abdecken.
Arnim Rupp, Patentspezialist des FFII, erklĂ€rte dazu, dass es bislang kaum möglich sei, derartig triviale oder breit angelegte Patente vor nationalen europĂ€ischen Gerichten durchzusetzen. Laut Rupp könnten diese Patente jedoch zu Tretminen fĂŒr die europĂ€ische Software-Entwicklung werden, falls es jetzt zu einer Ănderung des EPĂ im Sinne des EuropĂ€ischen Patentamts kommt, das Software-Patente prinzipiell zulassen möchte. (odi [6])
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[1] https://www.heise.de/news/Europaeisches-Patentuebereinkommen-in-ueberarbeitung-28898.html
[2] http://www.ffii.org/
[3] http://swpat.ffii.org/vreji/pikta/perled/index.de.html
[4] http://swpat.ffii.org/vreji/pikta/indexde.html#hor
[5] http://swpat.ffii.org/vreji/pikta/indexde.html#hor
[6] mailto:odi@ix.de
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