Google macht neue ZugestÀndnisse im Kartellstreit mit der EU-Kommission
"Die EU-Kommission hat einen neuen Vorschlag von Google erhalten und prĂŒft ihn", bestĂ€tigte ein Kommissionssprecher.
Im Streit um sein Suchmaschinen-GeschĂ€ft will Google [1] der EU-Kommission weiter entgegen kommen. Auf diese Weise will Google einer Milliarden-Strafe in der seit drei Jahren dauernden Auseinandersetzung [2] entgehen. "Die EU-Kommission hat einen neuen Vorschlag von Google erhalten und prĂŒft ihn", bestĂ€tigte ein Kommissionssprecher am Montag in BrĂŒssel auf Anfrage. Details wollte er nicht nennen. Ein Google-Sprecher sagte, der Vorschlag seines Unternehmens "dreht sich um alle vier Kritikpunkte" der Kommission.
Die EU-Kommission hatte im November 2010 ein Kartellverfahren gegen Google eröffnet und droht mit einer hohen GeldbuĂe von maximal zehn Prozent des Unternehmensumsatzes. BrĂŒssel will verhindern, dass der US-Konzern seine Marktposition missbraucht.
Der Vorwurf lautet, Google habe bei der Anzeige von Suchergebnissen eigene Dienste vor Konkurrenzangeboten bevorzugt. Dadurch fĂŒhlen sich Konkurrenten wie Microsoft benachteiligt. Dabei geht es um Bereiche wie den Kartendienst Maps, Preisvergleiche oder die Hotelsuche. Google ist in Europa unangefochten die Nummer Eins mit zum Teil ĂŒber 90 Prozent Marktanteil bei der Internet-Suche.
Erste ZugestĂ€ndnisse von Google hatten EU-Wettbewerbskommissar JoaquĂn Almunia nicht ausgereicht. Der Google-Sprecher erklĂ€rte, weiter mit der EU-Kommission zusammenzuarbeiten, um den Fall zu klĂ€ren. Eine Frist fĂŒr eine Entscheidung gibt es nicht. (anw [3])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1952808
Links in diesem Artikel:
[1] http://www.google.com
[2] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-verlangt-von-Google-mehr-Zugestaendnisse-1919368.html
[3] mailto:anw@heise.de
Copyright © 2013 Heise Medien