Google einigt sich mit Datenschützern über Street View
Der Suchmaschinen-Primus wird auf Anforderung auch die Rohdaten der Aufnahmen von Personen, Grundstücken oder Autos unkenntlich machen; außerdem können Betroffene schon vor Veröffentlichung von Bildern Widersprich einlegen.
(Bild: Google)
Der Streit um mangelnden Datenschutz [1] bei Googles [2] Dienst Street View in Deutschland ist zumindest aus Sicht der Datenschützer beigelegt. Der kalifornische Internet-Konzern habe die an ihn gestellten Forderungen akzeptiert, teilte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte [3] Johannes Caspar mit. "Google hat rechtzeitig die Gelegenheit genutzt und ist auf unseren Kompromissvorschlag in allen Punkten eingegangen", sagte Caspar. Er ist unter den Datenschutzbeauftragten der Länder bundesweit für die datenschutzrechtliche Bewertung der Street-View-Dienste zuständig.
Google werde künftig bei allen Aufnahmen von Personen, Grundstücken oder Autos, für die ein Widerspruch eingelegt wird, in einer bestimmten Frist auch die Rohdaten unkenntlich machen, hieß es von dem Hamburger Datenschutzbeauftragten laut dpa. Die Datenschützer hätten zudem durchgesetzt, dass Betroffene überhaupt schon vor der Veröffentlichung der Bilder Widerspruch einlegen können. Ende vergangener Woche war Google bereits den Forderungen europäischer Datenschützer entgegen gekommen: Das Unternehmen will künftig in Europa öffentlich die Routen der Kamera-Autos ankündigen, bevor sie in einer Gegend ihren Einsatz beginnen.
(Bild: dpa)
Für den neuen Dienst Street View schickt Google seit einiger Zeit mit 360-Grad-Kameras ausgestattete Autos durch die Lande. Für deutsche Städte ist der Dienst noch nicht verfügbar, er lässt sich aber bereits in Städten wie San Francisco und New York nutzen. Mit den aufgenommenen Bilder erweittert Google seinen Karten-Dienst Maps [4]: Nutzer können an ihrem Rechner reale Straßenszenen in die Karten einblenden und ganze Kamerafahrten durch die Straßen einer Stadt unternehmen. Gesichter und Kfz-Schilder werden mit Hilfe einer Software automatisch unkenntlich gemacht.
(Bild: heise online/Stefan Porteck)
In Europa und vor allem Deutschland hatte sich allerdings vielerorts Protest geregt, da viele Bürger ihre Privatsphäre verletzt sehen – zuletzt hatten gar Politiker bemängelt [5], Street View gefährde möglicherweise die Sicherheit besonders zu schützender Personen.
Siehe dazu auch:
- CDU-Abgeordneter: Google Street View gefährdet Sicherheit von Politikern [6]
- Hamburger Datenschützer verstärkt Druck auf Google Street View [7]
- Google: Wir beachten bei Street View den Datenschutz [8]
- Google fotografiert wieder für Street View [9]
(jk [10])
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[8] https://www.heise.de/news/Google-Wir-beachten-bei-Street-View-den-Datenschutz-219779.html
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