Google diskutiert Änderungen an E-Mail-Dienst
Suchmaschinenbetreiber Google reagiert auf Kritik von Datenschützern und diskutiert potenzielle Änderungen an seinem derzeit noch im Beta-Test befindlichen E-Mail-Dienst GMail.
Suchmaschinenbetreiber Google reagiert auf Kritik von Datenschützern und diskutiert potenzielle Änderungen an seinem derzeit noch im Beta-Test befindlichen E-Mail-Dienst GMail [1]. Der Dienst soll auf der Basis der Suchmaschinentechnik laufen und durch kontextbezogene Werbung finanziert werden. Datenschützer hatten dieses Prinzip scharf kritisiert -- in Deutschland dürfte dieses Prinzip ihrer Auffassung nach gegen das Fernmeldegeheimnis [2] verstoßen.
Gegenüber dem Wall Street Journal räumte Google-Präsident und Mitbegründer Sergey Brin Fehler in der Öffentlichkeitsarbeit ein. Die Diskussion sei durch viele Missverständnisse sehr erschwert worden. Man diskutiere nun beispielsweise über eine Opt-in-Regelung für die umstrittene Werbeeinblendung.
Googles hatte den neuen Dienst ausgerechnet am 1. April verkündet [3]. Erst kürzlich [4] hatte die demokratische kalifornische Senatorin Liz Figueroa Googles neuen E-Mail-Dienst als "abscheulich" kritisiert und angekündigt, sie wolle versuchen, den Dienst durch eine Gesetzesinitiative zu verhindern. Die User würden, wenn sie den Dienst in Anspruch nehmen sollten, einen "Teufelspakt" eingehen; denn genauso gut könnten sie Unternehmen erlauben, "bei Telefongesprächen mitzuhören und diese bei Gelegenheit für Werbedurchsagen zu unterbrechen". (wst [5])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-96925
Links in diesem Artikel:
[1] https://gmail.google.com/
[2] https://www.heise.de/news/Datenschuetzer-Googles-Mail-Service-in-Deutschland-unzulaessig-96747.html
[3] https://www.heise.de/news/Google-will-E-Mail-Service-starten-96407.html
[4] https://www.heise.de/news/Kalifornische-Politikerin-wettert-gegen-Googles-E-Mail-Dienst-96899.html
[5] mailto:wst@technology-review.de
Copyright © 2004 Heise Medien