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Glasfaser-Hersteller Corning macht hohe Verluste

Andreas Wilkens

Nachlassende Geschäfte mit Telecom-Firmen machen Corning zu schaffen.

Der weltgrößte Glasfaser-Hersteller Corning [1] musste im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 2001 hohe Verluste hinnehmen. Im dritten Quartal hat das Unternehmen 1,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt, 21 Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Verlust beträgt 220 Millionen US-Dollar gegenüber einem Gewinn von 254 Millionen US-Dollar im Jahr zuvor. In den ersten neun Monaten dieses Jahres betrug der Umsatz 5,3 Milliarden US-Dollar bei einem Verlust von 4,8 Milliarden US-Dollar gegenüber einem Gewinn von 480 Millionen US-Dollar zwischen Januar und September 2000.

Corning führt die Verluste auf die schweren Einbrüche im Geschäft mit den Telecom-Unternehmen zurück. Die Gesellschaft reagierte kürzlich mit einer weit reichenden Umstrukturierung [2], Massenentlassungen von 12.000 Mitarbeitern beziehungsweise 28 Prozent der Belegschaft bis zum Jahresende und Betriebsschließungen. In der nächsten Woche beginnt Corning mit der Einstellung seiner Optikfaser-Fertigung, die bis zum Jahresende laufen solle. Für das vierte Quartal 2001 rechnet Corning nur noch mit einem Umsatz von einer Milliarde US-Dollar und mit einem Pro-forma-Verlust von 20 bis 25 Cents je Aktie. (anw [3])


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https://www.heise.de/-55518

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[1] http://www.corning.com
[2] https://www.heise.de/news/Glasfaser-Spezialist-Corning-entlaesst-weitere-4000-Mitarbeiter-51221.html
[3] mailto:anw@heise.de