"Ghostwriter": Auch EuropÀische Union wirft Russland Cyberangriffe vor
(Bild: Skorzewiak/Shutterstock.com)
Zwei Tage vor der Bundestagswahl hat der EU-AuĂenminister Russland vorgeworfen, an Cyberangriffen auf demokratische Institutionen beteiligt zu sein.
Die EuropĂ€ische Union und die Mitgliedsstaaten wirft Russland böswillige Cyberangriffe auf demokratische Institutionen vor und fordert ein sofortiges Ende. Das erklĂ€rte der Hohe Vertreter der EuropĂ€ischen Union fĂŒr AuĂen- und Sicherheitspolitik am Freitag. Josep Borrell bezieht sich dabei auf Attacken einer Gruppe, die als "Ghostwriter" bekannt ist. Einige EU-Mitgliedsstaaten hĂ€tten Angriffe von "Ghostwriter" beobachtet und mit dem russischen Staat in Verbindung gebracht. Die Anschuldigungen und die deutliche Aufforderung, die Angriffe einzustellen, erfolgen nur zwei Tage vor der deutschen Bundestagswahl.
Der Generalbundesanwalt ermittelt
VorwĂŒrfe gegen die Hacker-Gruppe wurden in Deutschland Anfang des Monats laut [1]. Der Bundesregierung zufolge hatte sie mit Phishing-Angriffen versucht, an "persönliche Anmeldedaten insbesondere von Bundestags- und Landtagsabgeordneten" zu gelangen. Im Erfolgsfall hĂ€tten mit den dabei erbeuteten Dokumenten Desinformationskampagnen in Verbindung mit der Bundestagswahl vorbereitet werden sollen, so der Vorwurf. Wie das aussehen kann, war vor allem im Vorfeld der US-PrĂ€sidentschaftswahlen 2016 [2] deutlich geworden. Allein "Ghostwriter" wurde in Deutschland eine dreistellige Anzahl von Attacken zugeschrieben und mit dem NĂ€herrĂŒcken der Wahl seien die immer intensiver geworden, hatte es geheiĂen. Inzwischen ermittelt der Generalbundesanwalt [3].
Vom EU-AuĂenminister heiĂt es nun [4], die "böswilligen CyberaktivitĂ€ten" hĂ€tten sich gegen Parlamentsabgeordnete sowie Personen aus der Regierung, Politiker, Presse und der Zivilgesellschaft gerichtet. Es sei darum gegangen, Daten abzugreifen. DarĂŒber hinaus gehende Informationen gibt es nicht. Die AktivitĂ€ten wĂŒrden gegen die Normen verstoĂen, die alle UN-Mitgliedsstaaten fĂŒr gĂŒltig erachtet hĂ€tten. Sie seien inakzeptabel, weil sie die IntegritĂ€t, Sicherheit, demokratischen Werte, Prinzipien und das Funktionieren der Demokratien zu bedrohen suchten. Die Russische Förderation solle sich an die Regeln fĂŒr verantwortungsvolles Verhalten im Cyberspace halten, fordert er. Bei der EU werde man nun auch ĂŒber weitere Schritte nachdenken.
(mho [6])
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[2] https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-Wie-Russen-einmal-erfolgreich-Cyberwar-fuehrten-4198408.html
[3] https://www.heise.de/news/Ghostwriter-Generalbundesanwalt-ermittelt-zu-russischen-Cyberangriffen-6188353.html
[4] https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2021/09/24/declaration-by-the-high-representative-on-behalf-of-the-european-union-on-respect-for-the-eu-s-democratic-processes/
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