Geringe Erfolge in Kinderpornografie-Ermittlung
Viele Ermittlungen gegen VerdÀchtige im Rahmen der Operation Himmel bleiben ohne strafrechtliche Konsequenzen.
In der groĂangelegten Ermittlung [1] gegen Nutzer von Kinderpornografie-Seiten mit dem Codenamen Operation "Himmel" berichten mehrere Staatsanwaltschaften Nordrhein-Westfalens, dass den meisten VerdĂ€chtigen keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen. WĂ€hrend der von der Berliner Staatsanwaltschaft angestoĂenen Operation wurde bundesweit in 12.000 FĂ€llen gegen verdĂ€chtige Internet-Nutzer ermittelt. Von etwa 500 VerdachtsfĂ€llen in Köln wĂŒrden allerdings nur eine Handvoll weiterverfolgt, wie die dortige Staatsanwaltschaft dem Nachrichtenmagazin Spiegel mitteilte. Alle anderen Verfahren hĂ€tten sofort eingestellt werden mĂŒssen.
Viele der gemeldeten Nutzer seien "nur fĂŒr Sekunden" und demzufolge "möglicherweise aus Versehen" auf einschlĂ€gige Kinderpornografie-Seiten geraten. Diese Zeit habe auĂerdem vermutlich nicht gereicht, Dateien auf den eigenen Rechner zu laden, erlĂ€utert laut Spiegel die Dortmunder OberstaatsanwĂ€ltin Ina Holznagel. Aufgrund des immensen Verwaltungsaufwands und der spĂ€rlichen Resultate gerĂ€t die Operation "Himmel" damit in die Kritik. (akr [2])
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[2] mailto:akr@ct.de
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