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Gericht stoppt Tauschbörse Madster

Wolfgang Stieler

US-Richter Marvin Aspen will die "massive Copyright-Verletzung" durch den Betrieb der P2P-Musiktauschbörse Madster per einstweiliger Verfügung stoppen.

US-Richter Marvin Aspen will die "massive Copyright-Verletzung" durch den Betrieb der P2P-Musiktauschbörse Madster [1] per einstweiliger Verfügung stoppen. Nach US-Medienberichten verfügte der Richter im Prozess der US-Musikindustrie gegen die Tauschbörse, dass die Kläger innerhalb von fünf Tagen eine entsprechende Verfügung formulieren müssen. Darin soll die RIAA erklären, wie die Copyright-Verstöße beendet werden können und gleichzeitig -- wenn das überhaupt möglich sein sollte -- ein legaler Betrieb der Tauschbörse aufrechterhalten werden kann. Der Text wird sich voraussichtlich sehr eng an eine ähnliche Verfügung gegen Napster [2] anlehnen.

Madster -- ursprünglich gestartet als Aimster -- hatte sich nach einem verlorenen Rechtsstreit mit AOL umbenannt [3]. Mit der Umbenennung verabschiedete man sich auch vom freien Tausch und ließ nur noch zahlenden Mitgliedern Zugriff auf das Angebot, das für 5 US-Dollar pro Monat verfügbar ist. Ende März hatten die Betreiber von Madster Gläubigerschutz beantragt [4]. (wst [5])


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https://www.heise.de/-59852

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.madster.com/
[2] https://www.heise.de/news/Richterin-droht-Napster-mit-Schliessung-43915.html
[3] https://www.heise.de/news/Der-Tauschboerse-neue-Kleider-aus-Aimster-wird-Madster-49683.html
[4] https://www.heise.de/news/Aimster-Madster-Bankrupster-64002.html
[5] mailto:wst@technology-review.de