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Gates fordert Gesetze gegen Spam

Wolfgang Stieler

In einem Brief plädiert Microsoft-Gründer Bill Gates für gesetzliche Regelungen und Selbstregulierung der Industrie im Kampf gegen Spam.

In einem Brief [1] an den Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehr des US-Senats hat Microsoft-Gründer Bill Gates für gesetzliche Regelungen und Selbstregulierung der Industrie im Kampf gegen Spam plädiert. In dem Statement, das Gates im Rahmen eines Hearings [2] abgab, erklärte er, die Verantwortung für die Bekämpfung nicht erwünschter E-Mail-Werbung liege "zu gleichen Teilen" auf den Schultern der Regierung und der Industrie.

Der Gesetzgeber solle Regeln aufstellen, unter denen seriöses E-Mail-Marketing möglich sei. Dies könne beispielsweise dadurch ermöglicht werden, dass sich alle E-Mail-Vermarkter bei entsprechenden Behörden registrieren lassen müssten. Wer unregistrierte E-Mail-Werbung verschicke, müsse diese so kennzeichnen, dass sie von Filtern leicht aussortiert werden könne. Zwar habe man bereits sehr effiziente Filtermechanismen [3] entwickelt, aber auf diesem Weg bleibe noch viel zu tun.

Enrique Salem, Präsident von Brightmail Inc., [4] erklärte im Rahmen des Hearing, dass nach seiner Schätzung im Dezember rund die Hälfte des weltweiten Mail-Aufkommens aus Spam bestehen würde. Dies koste die US-Wirtschaft jährlich rund 10 Milliarden US-Dollar. (wst [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-79477

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.microsoft.com/presspass/misc/billgspam05-21-03.asp
[2] http://www.senate.gov/~commerce/hearing/witnesslist.cfm?id=773
[3] https://www.heise.de/news/Microsoft-erweitert-die-Front-gegen-Spam-78857.html
[4] http://www.brightmail.com
[5] mailto:wst@technology-review.de