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Fusion Corel-Borland weiter unter Beschuss

Markus Stöbe

Ein weiterer Hauptaktionär der Softwarefirma Inprise/Borland hat Klage eingereicht, um den geplanten Zusammenschluss mit Corel zu verhindern.

Nachdem der ehemalige Inprise-Direktor Robert Coates bereits eine Klage [1] eingereicht hat, um den geplanten Zusammenschluss [2] von Inprise/Borland [3] und Corel [4] zu verhindern, hat nun auch Paul Berger – ein weiterer Inprise-Hauptaktionär – Klage erhoben.

Berger befürchtet, dass die Inprise-Aktionäre "irreparablen Schaden erleiden", sofern der Zusammenschluss durchgeführt würde. Aus diesem Grund wirft auch er Inprises Firmenleitung vor, nicht im Sinne der Aktinäre gehandelt und damit ihre Pflichten vernachlässigt zu haben. Mit dieser zweiten Klage gerät der Fusions-Plan zunehmend ins Wanken. Mitte Juni sollen die Aktionäre über den geplanten Zusammenschluss abstimmen. Sollten sie sich gegen eine Vereinigung der beiden Software-Firmen aussprechen, so könnte das verheerende Folgen für Corel nach sich ziehen. Das kanadische Softwarehaus hatte vor kurzem einen Verlust von 12,4 Millionen US-Dollar bekannt geben müssen und davor gewarnt, dass innerhalb der nächsten drei Monate ein akuter Geldmangel [5] auftreten könne, wenn der Plan scheitere und auch anderweitig keine neuen Geldgeber gefunden werden könnten. (mst [6])


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[1] https://www.heise.de/news/Zusammenschluss-von-Corel-und-Borland-fraglich-22733.html
[2] https://www.heise.de/news/Zusammenschluss-Corel-Borland-weiterhin-fraglich-17458.html
[3] http://www.inprise.com/
[4] http://www.corel.com/
[5] https://www.heise.de/news/Corel-geht-das-Geld-aus-18095.html
[6] mailto:mst@heise.de