Fujitsu Siemens verliert deutlich im europÀischen PC-Markt
Knapp 22 Millionen Rechner wurden laut IDC im zweiten Quartal 2008 in Europa, dem Nahen Osten und Afrika verkauft. Antriebsfeder fĂŒr das Marktwachstum sind jedoch ausschlieĂlich die steigenden Absatzzahlen bei Notebooks, das Desktop-Segment stagniert.
Knapp 22 Millionen Rechner wurden laut IDC [1] im zweiten Quartal 2008 in Europa, dem Nahen Osten und Afrika verkauft. Antriebsfeder fĂŒr das Marktwachstum sind jedoch ausschlieĂlich die steigenden Absatzzahlen bei Notebooks, das Desktop-Segment stagniert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal kletterten die Verkaufszahlen insgesamt um 24,4 Prozent. Bei stationĂ€ren PCs registrierten die Marktforscher nur ein marginales Plus von 0,7 Prozent auf 9,7 Millionen StĂŒck.
Um beachtliche 53,5 Prozent schnellten jedoch die verkauften Notebook-Einheiten in die Höhe. Mit 12,2 Millionen StĂŒck machen die mobilen Rechner inzwischen fast 58 Prozent des gesamten Rechnermarktes in der Region EMEA aus. Im Privatkundensegment liegt der Notebook-Anteil sogar schon bei nahezu 75 Prozent. WĂ€hrend in Deutschland immer noch nur gut 53 Prozent der gewerblichen KĂ€ufer zum Notebook greifen, stieg der Anteil unter den Endkunden inzwischen auf deutlich ĂŒber 70 Prozent â verglichen mit dem ersten Quartal [2] des laufenden Jahres.
Von der anhaltend wachsenden Nachfrage nach mobilen Rechnern profitierten laut IDC vor allem Hersteller wie Asus und Toshiba, aber auch Apple, Sony und Samsung, die allesamt aufgrund wachsender Notebook-AbsĂ€tze zulegen konnten. Nicht zuletzt Dank des Erfolges der Eee-PC-Serie [3] konnte Asus seinen Marktanteil gegenĂŒber dem zweiten Quartal 2007 deutlich steigern und sich vor Lenovo und Fujitsu Siemens Computers (FSC) nun auf Rang 5 platzieren â im Notebook-Segment nimmt Asus sogar Rang 4 ein. Auch Toshiba machte nach einer Absatzsteigerung von mehr als 70 Prozent Boden gut und ist nun viertgröĂter PC-Hersteller in der Region EMEA vor Lenovo. Unter den Top 3 konnte sich Acer am deutlichsten steigern und sich als Nummer 2 im Markt hinter Hewlett-Packard etablieren.
Als einziger der 10 gröĂten Hersteller musste FSC EinbuĂen hinnehmen. Nach EinschĂ€tzung von IDC litt der Anbieter primĂ€r unter der verzögerten NeueinfĂŒhrung von Produkten, die nun fĂŒr die kommenden Wochen anstehen. Der AbsatzrĂŒckgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kostete FSC auch Marktanteile â der Hersteller rutschte europaweit auf Rang 7 ab, konnte jedoch seine Spitzenstellung in Deutschland noch verteidigen. FSC-Chef Bernd Bischoff rĂ€umte kĂŒrzlich allerdings ein, dass sich der Konzern auf ein schwieriges GeschĂ€ft 2008 [4] einstellen mĂŒsse. Dabei kommt verschĂ€rfend hinzu, dass FSC zu den wenigen Herstellern gehört, die nicht weltweit vertreten [5] sind â und damit auch nicht von wachstumsstĂ€rkeren Regionen profitieren können. (map [6])
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[2] https://www.heise.de/news/Notebooks-heizen-den-europaeischen-PC-Markt-an-201875.html
[3] https://www.heise.de/news/Eee-PC-verwandelt-Asus-zur-Eee-Company-215158.html
[4] https://www.heise.de/news/Fujitsu-Siemens-erwartet-schwieriges-Geschaeft-in-2008-184028.html
[5] https://www.heise.de/hintergrund/Wie-gut-schlaeft-FSC-Chef-Bernd-Bischoff-273500.html
[6] mailto:map@ix.de
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