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Frankreich: Open-Data-Portal startet

Dr. Oliver Diedrich

Frankreich hat sein Open-Data-Portal data.gouv.fr gestartet, das die Daten der öffentlichen Verwaltung kostenlos und ohne EinschrÀnkungen zugÀnglich machen soll.

Frankreich hat eine Betaversion seines Open-Data-Portals data.gouv.fr [1] gestartet, das die Daten der öffentlichen Verwaltung kostenlos und ohne EinschrĂ€nkungen verfĂŒgbar machen soll. Über das Portal sind derzeit rund 350.000 DatensĂ€tze aus der öffentlichen Verwaltung zugĂ€nglich, darunter die Haushalte 2011 und 2012, Daten zur LuftqualitĂ€t, eine Übersicht von UnfĂ€llen mit Personenschaden, die geographischen Daten von ĂŒber 3000 Bahnhöfen und der Katalog der französischen Nationalbibliothek.

Die DatensĂ€tze auf data.gouv.fr stehen unter einer offenen Lizenz (License Ouverte [2]), die die freie Verwendung der Daten erlaubt. Sie werden grĂ¶ĂŸtenteils in den Datenformaten XLS und CSV angeboten, die sich leicht weiterverarbeiten lassen. Unternehmer, Forscher und BĂŒrger sind aufgerufen, neue Anwendungen fĂŒr die öffentlichen Daten zu finden.

Ziel der Initiative ist es, die Transparenz der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen, indem man der Öffentlichkeit freien Zugang zu den Daten verschafft, auf deren Grundlage der Staat Entscheidungen trifft. Zudem hofft die französische Regierung darauf, dass auf der Grundlage der öffentlich zugĂ€nglichen Daten neue GeschĂ€ftsmodelle entstehen.

Das Open-Data-Portal der französischen Regierung reiht sich ein in eine wachsende Zahl an Open-Data-Initiativen, die den Datenbestand der öffentlichen Verwaltung fĂŒr die allgemeine Nutzung erschließen möchte. So findet sich auf data.gouv.fr [3] eine Liste mit Links auf die Open-Data-Portale anderer Staaten von Saudi-Arabien ĂŒber Kanada bis SĂŒdkorea.

Auch die EU-Kommission arbeitet mit Hochdruck an einer einheitlichen europĂ€ischen Open-Data-Strategie [4]. In Europa haben bereits Belgien [5], England [6], Estland [7], Irland [8], Italien [9], Moldavien [10],die Niederlande [11], Norwegen [12], Österreich [13] und Spanien [14] Open-Data-Portale eingerichtet, ĂŒber die man auf staatliche Daten zugreifen kann. Im Dezember vergangenen Jahres hatte die US-Regierung, Vorreiter in Sachen Open Data, die Software hinter data.gov [15] als Open Source freigegeben [16]. In Deutschland beschrĂ€nken sich Open-Data-Initiativen bislang auf lokale Projekte wie das Open-Data-Portal Berlin [17]. (odi [18])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-1419820

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.data.gouv.fr/
[2] http://www.data.gouv.fr/Licence-Ouverte-Open-Licence
[3] http://www.data.gouv.fr/
[4] https://www.heise.de/news/EU-Kommission-setzt-auf-Open-Data-1393908.html
[5] http://data.gov.be/
[6] http://data.gov.uk/
[7] http://pub.stat.ee/px-web.2001/Dialog/statfile1.asp
[8] http://www.statcentral.ie/
[9] http://www.dati.gov.it/
[10] http://data.gov.md/en
[11] http://data.overheid.nl/
[12] http://data.norge.no/
[13] http://gov.opendata.at/site/
[14] http://www.aporta.es/web/guest/buscador_de_catalogos
[15] http://www.data.gov/
[16] https://www.heise.de/news/Freie-Open-Data-Plattform-1390952.html
[17] https://www.heise.de/news/Open-Data-Portal-Berlin-eroeffnet-1342810.html
[18] mailto:odi@ix.de