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Forscher messen HirnaktivitÀt von Nutzern aggressiver Computerspiele

Hintergrund der an der Medizinischen Hochschule Hanover durchgefĂŒhrten Studie ist die viel diskutierte Frage, ob Gewaltspiele am PC fĂŒr eine erhöhte Gewaltbereitschaft junger MĂ€nner verantwortlich gemacht werden können.

Die HirnaktivitĂ€t von Nutzern aggressiver Computerspielen wollen Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH [1]) in einer Studie untersuchen. Hintergrund ist die viel diskutierte Frage, ob Gewaltspiele am PC fĂŒr eine erhöhte Gewaltbereitschaft junger MĂ€nner verantwortlich gemacht werden können. Einen Nachweis oder eine Widerlegung eines solchen Zusammenhangs habe die Wissenschaft bisher nicht erbracht, hieß es von der MHH. Neuartige neurobiologische ForschungsansĂ€tze seien hier eventuell hilfreich.

FĂŒr die Studie an der Klinik fĂŒr Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie werden junge MĂ€nner gesucht, die seit mindestens zwei Jahren tĂ€glich im Durchschnitt vier Stunden vor Spielen mit aggressivem Inhalt, insbesondere First-Person-Shooter, sitzen. Kern der Untersuchung bildet eine etwa 45-minĂŒtige Untersuchung im Kernspintomographen, bei dem die HirnaktivitĂ€t der Probanden gemessen wird, wĂ€hrend sie Bilder und Videos zu sehen bekommen. Die fĂŒr die Teilnehmer völlig ungefĂ€hrliche Studie versuche zu einer Versachlichung der Diskussion um gewalthaltige Spiele beizutragen, erklĂ€rte Oberarzt Bert te Wildt [2].

Siehe dazu auch den Online-Artikel in c't-Hintergrund zur bisherigen Berichterstattung ĂŒber die Diskussion um das Jugendmedienschutzrecht, Gewaltspiele, Verbotsforderungen und BeschrĂ€nkungen fĂŒr Jugendliche bei Spielen:

(dpa) / (jk [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-176632

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.mhh.de
[2] http://www.mhh.de/tewildt.html
[3] https://www.heise.de/hintergrund/Die-Diskussion-ueber-Killerspiele-302602.html
[4] mailto:jk@heise.de