FireWire-800-Festplatten in greifbarer NĂ€he
Erste externe GehĂ€use mit AnschlĂŒssen des neuen IEEE 1394b-Standards und passenden Kabeln sind auf der Messe in Funktion zu sehen.
Erste externe GehĂ€use mit AnschlĂŒssen des neuen IEEE 1394b-Standards [1] und passenden Kabeln sind auf der CeBIT in Funktion zu sehen. Der taiwanische Hersteller Macpower Peripherals [2] zeigt sein GehĂ€use "Ice Cube 800" an einem der neuen G4-Power-Macs [3] mit FireWire 800. Es bietet zwei der neuen Bilingual-Buchsen (9-polig) neben einer herkömmlichen 6-poligen Buchse fĂŒr bisherige GerĂ€te sowie einen USB-2.0-Anschluss.
Im Inneren arbeitet eine neue IDE-Bridge mit dem Oxford-922-Chip [4], der zugleich FireWire 800 und USB 2.0 umsetzt, sowie einem 1394b-Physical-Layer-Chip (PHY) von Texas Instruments mit der Bezeichnung S800 [5]. Sie unterstĂŒtzt den Transfer von 800 MBit/s (100 MByte/s) und den Anschluss von Ultra-DMA-100-Festplatten (ebenfalls maximal 100 MByte/s). Nach Aussagen des Herstellers am Stand (Halle 20, C14) gelingt bisher das Booten eines Macs vom Ice-Cube-800-GehĂ€use noch nicht, dies sei aber mit einer kĂŒnftigen Firmware-Version zu Ă€ndern. Eines der Vorserienmodelle konnten wir schon als TestgerĂ€t in Empfang nehmen, wann und zu welchem Preis die Auslieferung der Serienprodukte beginnt, war noch nicht klar.
Auf dem Stand von Pekingstone [6] (Halle 20, B02) ist auch ein komplettes FireWire-800-GehĂ€use namen CityDISK Jr. zu sehen, das von der kalifornischen Firma Shining [7] stammt. Es enthĂ€lt auch den neuen Oxford-Bridge-Chip 922, eignet sich ebenfalls fĂŒr 3,5-Zoll-Festplatten bis Ultra-DMA-100 und bietet USB 2.0. Als Ersatz fĂŒr eine herkömmliche FireWire-Buchse legt Shining ein Adapter-Kabel bei. Das GehĂ€use soll im Mai auf den deutschen Markt kommen.
Ebenfalls fĂŒr Mai rechnet Shining mit der Auslieferung seiner Video-Capture-Lösung CitiDISK DV [8]. Mit ihr kann man wĂ€hrend des Filmens mit einer DV-Kamera die Daten gleich auf Festplatte speichern und spart sich das zeitraubende Einlesen vom DV-Band in den PC. Das GerĂ€t bringt in seinem GehĂ€use in der GröĂe eines Taschenbuchs eine 2,5-Zoll-Festplatte (Toshiba oder Fujitsu), einem Akku, eine IDE-FireWire-Bridge und einem speziellen Controller unter, der die Aufgabe eines Host-PCs ĂŒbernimmt. Man kann es sich bequem an den GĂŒrtel klippen und verbindet es ĂŒber ein Kabel mit Kamera. Am PC oder Mac verhĂ€lt es sich wie eine im FAT32-Format beschriebene, externe Festplatte. Der Akku lĂ€dt sich dabei automatisch, sofern genĂŒgend Strom bereitsteht und man nicht gerade auf die Platte zugreift. Mit 20-GByte-Festplatte soll die CitiDISK DV 629 Euro kosten, mit 30 GByte 659 Euro und mit 40 GByte 689 Euro. Eine Version mit 60 GByte KapazitĂ€t ist in Vorbereitung.
Die US-Firma EZQuest [9] zeigt unter dem Namen "Cobra+" eine komplette FireWire-800-Festplatte mit maximal 250 GByte KapazitĂ€t. Sie ist ebenfalls mit den oben genannten Chips von Oxford und Texas Instruments bestĂŒckt und beherrscht auch USB 2.0. Als Liefertermin nannte der Hersteller an seinem Stand (Halle 22, B14/B02) den April, allerdings besteht bisher kein Vertrieb fĂŒr Europa und die Preise sind auch noch nicht bekannt. (jes [10])
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[1] https://www.heise.de/news/FireWire-vervierfacht-das-Tempo-36358.html
[2] http://www.macpower.com.tw/
[3] https://www.heise.de/news/Schnellere-Power-Macs-und-ein-neues-Display-von-Apple-73703.html
[4] http://www.oxsemi.com/products/IEEE1394/index.html
[5] http://focus.ti.com/docs/prod/folders/print/tsb81ba3.html
[6] http://www.pekingstone.de/
[7] http://www.shining.com
[8] http://www.shining.com/products/totalsolution/citidisk_dv/
[9] http://www.ezq.com/
[10] mailto:jes@ct.de
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