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Fertigung für Gamecube-Grafikchip eröffnet

Christof Windeck

Im japanischen Kyushu hat NEC die Fertigungslinie "Fab 9" eröffnet. Hier sollen die Grafikchips für die neue Nintendo-Spielkonsole Gamecube entstehen.

Im japanischen Kyushu hat NEC die Fertigungslinie "Fab 9" eröffnet. Hier sollen die Grafikchips für die neue Nintendo-Spielkonsole Gamecube [1] entstehen, die ab Juli in Japan und ab Herbst in den USA auf den Markt kommen soll.

Den Grafikchip stellt NEC in einem 0,18-µm-Prozess her, der für die ebenfalls in Kyushu befindliche Fab 8 entwickelt wurde. Die neue Fab 9 hat eine Kapazität von 10.000 Wafern monatlich, NEC investierte dafür 8 Milliarden Yen (rund 140 Millionen Mark).

In dem von der heutigen ATI-Tochter ArtX [2] entwickelten Grafikprozessor namens Flipper kommt Embedded DRAM zum Einsatz. Dazu hat Nintendo eine Lizenz für die 1T-SRAM-Technik von MoSys [3] erworben. Flipper soll etwa 2 MByte Bildspeicher und 1 MByte Texturen-Cache enthalten. Der mit 202,5 MHz laufende Grafikchip berechnet nach Angaben von Nintendo [4] 6 bis 12 Millionen Polygone pro Sekunde – nur rund ein Zehntel der Leistung des XBox-Grafikchips von Nvidia [5], wenn man den Firmenangaben vertraut.

Der Hauptprozessor des Gamecube ist ein PowerPC-Chip mit 405 MHz. Als Hauptspeicher kommen 24 MByte 1T-SRAM zum Einsatz, außerdem 16 MByte "A-Memory", das als 100-MHz-DRAM spezifiziert ist. Der Gamecube-Vorgänger N64 verwendet Rambus-Speicherchips. (ciw [6])


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https://www.heise.de/-41520

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[1] https://www.heise.de/news/Details-zu-Nintendos-neuen-Spielkonsolen-28980.html
[2] http://www.artxinc.com/
[3] https://www.heise.de/news/VIA-lizenziert-neue-SRAM-Technik-29644.html
[4] http://www.nintendo.com/gcn/specs.html
[5] https://www.heise.de/news/Produktion-des-Xbox-Grafikchips-laeuft-an-36873.html
[6] mailto:ciw@ct.de