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Familienministerin will Kinderporno-Sperren bald umsetzen

Volker Briegleb

Ursula von der Leyen (CDU) will Deutschland schon bald einem internationalen LĂ€nderverbund anschließen, der den Zugang zu kinderpornografischen Websites sperrt. Nötige GesetzesĂ€nderungen seien schon in Abstimmung mit zustĂ€ndigen Ministerien.

Deutschland soll sich nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen [1] (CDU) schon bald einem internationalen Verbund zur Sperrung kinderpornografischer Websites anschließen. "Ich bin fest entschlossen und von dieser Bahn bringt mich auch keiner mehr ab", sagte die CDU-Politikerin dazu der Leipziger Volkszeitung (Montagsausgabe). Die dafĂŒr nötigen GesetzesĂ€nderungen seien bereits in "Abstimmung mit dem Innen-, Justiz- und dem Wirtschaftsministerium".

Schon jetzt wĂŒrden Schweden, DĂ€nemark, Finnland, Norwegen, die Niederlande und Italien entsprechende Sperren vornehmen und sich ĂŒber die Adressen austauschen. Es gebe eine einheitliche technische Plattform, die schnelles Handeln möglich mache. "Da will und wird Deutschland mitmachen", bekrĂ€ftigte von der Leyen. Zudem hĂ€tten sich auf dem dritten Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern, der am Freitag im brasilianischen Rio de Janeiro zu Ende ging, weitere LĂ€nder zur Teilnahme bereit erklĂ€rt.

Auf dem Kongress [2] hatten sich die Delegierten aus 137 LĂ€ndern dafĂŒr ausgesprochen, dass alle Staaten bis 2013 die UN-Kinderrechtskonvention sowie das Zusatzprotokoll ĂŒber Kinderhandel und -prostitution unterzeichnen sollen. Zudem sollten in den kommenden drei Jahren regionale Informationssysteme zur grenzĂŒberschreitenden Strafverfolgung aufgebaut werden. Von der Leyen hatte sich zuvor öffentlich fĂŒr Kinderporno-Sperren im Netz stark gemacht [3] und damit eine kontroverse Debatte [4] ausgelöst.

Siehe dazu auch:

(vbr [10])


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https://www.heise.de/-218770

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/Bundeskabinett/UrsulavonderLeyen/ursula-von-der-leyen.html
[2] http://www.ecpat.net/WorldCongressIII/index.php
[3] https://www.heise.de/news/Bundesfamilienministerin-fordert-Netzsperren-gegen-Kinderpornographie-217598.html
[4] https://www.heise.de/news/Forderung-nach-Webseiten-Sperrungen-entzweit-die-grosse-Koalition-217810.html
[5] https://www.heise.de/news/Forderung-nach-Webseiten-Sperrungen-entzweit-die-grosse-Koalition-217810.html
[6] https://www.heise.de/news/Bundesfamilienministerin-fordert-Netzsperren-gegen-Kinderpornographie-217598.html
[7] https://www.heise.de/news/Gutachten-Netzsperren-greifen-in-Grundrechte-ein-203752.html
[8] https://www.heise.de/news/Nazi-Websites-Es-darf-gesperrt-werden-oder-200741.html
[9] https://www.heise.de/news/Arcor-muss-YouPorn-nicht-mehr-sperren-199672.html
[10] mailto:vbr@heise.de