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Falschmeldungen zur Bundestagswahl: Facebook löscht zehntausende Accounts

Falschmeldungen zur Bundestagswahl: Facebook löscht zehntausende Accounts

(Bild: dpa, Tobias Hase)

Die PrÀsidentschaftswahlen in den USA wurden auch durch Falschmeldungen beeinflusst, die auf Facebook und in anderen Netzwerken kursierten. Zur Bundestagswahl hat Facebook nun Vorkehrungen getroffen, damit sich dies nicht wiederholt.

Facebook hat vor der anstehenden Bundestagswahl zehntausende Konten gelöscht, die im Verdacht stehen, Falschinformationen oder irrefĂŒhrende Inhalte zu verbreiten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Ähnliche Aktionen hatte das weltgrĂ¶ĂŸte soziale Netzwerk auch vor der Parlamentswahl in Großbritannien und der PrĂ€sidentschaftswahl in Frankreich unternommen. Die Löschaktionen beruhen auf einer internen Richtlinie, die im April 2017 veröffentlicht worden war. In einem Weißbuch [1] hatte Facebook festgelegt, wie die eigenen Mitarbeiter gegen Desinformationen auf der Plattform vorgehen.

Im April hatte Facebook angekĂŒndigt [2], gefĂ€lschte Konten "umfassend zu ermitteln und zu entfernen". Dank der Analyse von AktivitĂ€tsmustern sei das Unternehmen inzwischen besser in der Lage, "unechte Konten" zu identifizieren, ohne hierbei die eigentlichen Inhalte zu betrachten, erklĂ€rte das Unternehmen. "So erkennen unsere Systeme beispielsweise, wenn identische Inhalte wiederholt gepostet werden oder eine erhöhte Zahl an Nachrichten verschickt wird." Diese technischen Fortschritte erlaubten es Facebook ebenfalls, "die Verbreitung nicht authentischer Inhalte zu reduzieren – darunter Spam, Falschinformationen oder andere irrefĂŒhrende Inhalte, wie sie hĂ€ufig von Personen verbreitet werden, die gefĂ€lschte Accounts betreiben".

Nach der neuen Richtlinie arbeitet Facebook auch enger mit dem Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen. Facebook habe zu Themen wie Sicherheit und AuthentizitĂ€t im Rahmen der Bundestagswahl einen direkten Kommunikationskanal zum BSI eingerichtet. Außerdem habe Facebook politische Parteien und Kandidaten auf Sicherheitsrisiken hingewiesen und konkrete Sicherheitshinweise gegeben.

Eva-Maria Kirschsieper, Head of Public Policy bei Facebook Deutschland, erklÀrte: "Wir wissen, dass Menschen verlÀssliche Informationen auf Facebook sehen möchten. Das möchten wir auch. Aus diesem Grund unternehmen wir erhebliche Anstrengungen, um Informationssicherheit zu gewÀhrleisten und Falschinformationen dauerhaft zu bekÀmpfen."

Siehe dazu auch in der c't 16/2017:

(anw [3])


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https://www.heise.de/-3809684

Links in diesem Artikel:
[1] https://fbnewsroomus.files.wordpress.com/2017/04/facebook-and-information-operations-v1.pdf
[2] https://www.facebook.com/notes/facebook-security/improvements-in-protecting-the-integrity-of-activity-on-facebook/10154808362151886/
[3] mailto:anw@heise.de