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FBI widmet sich verstÀrkt dem Kampf gegen Cybercrime

Andreas Wilkens

Hightech-Verbrechen sollen kĂŒnftig zu den obersten PrioritĂ€ten der US-Bundesstrafverfolger vom FBI gehören.

Der Schutz vor Hightech-Verbrechen soll kĂŒnftig zu den Hauptanliegen [1] der US-Bundesstrafverfolger vom FBI gehören. Bereits an dritter Stelle der neuen PrioritĂ€tenliste steht der Schutz vor Attacken aus dem Cyberspace und High-Tech-Verbrechen. Vorbeugung gegen Cybercrime [2] sieht FBI-Chef Robert Mueller als Schutz der Infrastruktur des ganzen Landes.

Damit das FBI diese sowie die anderen Aufgaben wie den Schutz vor Terrorismus und Spionage, den Kampf gegen Korruption und die Verteidigung der BĂŒrgerrechte besser wahrnehmen kann, will die Bundesbehörde seine veraltete Computerausstattung erneuern. Außerdem sollen unter den 900 Mitarbeitern, die das FBI neu einstellen will, vor allem Experten fĂŒr Computer und Technik sein.

Das FBI war nach den Attentaten vom 11. September in die Schusslinie geraten. Kritiker warfen der Behörde massive Fehler vor. So wird ihr angelastet, Hinweise auf mögliche AnschlĂ€ge mit entfĂŒhrten Flugzeugen vor den Attacken auf die New Yorker ZwillingstĂŒrme und das Pentagon in Washington falsch eingeschĂ€tzt oder sogar missachtet zu haben. Auch soll das FBI regelmĂ€ĂŸig Fahndungsbefehle verzögert haben. Dadurch sei zum Beispiel die Untersuchung des Computers von Zacarias Moussaoui unterblieben. Er gilt als "20. Mann" der FlugzeugentfĂŒhrer vom 11. September.

Mueller hat daraufhin am Mittwoch Fehler beim Anti-Terror-Kampf eingerĂ€umt und eine massive Neuorganisation der Behörde angekĂŒndigt [3]. Bisher stand der Kampf gegen DrogenkriminalitĂ€t an oberster Stelle. Nun ist er aus der PrioritĂ€ten-Top-Ten des FBI verschwunden. Stattdessen soll sich die Behörde neben den anderen genannten Aufgaben auch um den Kampf gegen die Korruption und gegen kriminelle Organisationen, WirtschaftskriminalitĂ€t und Gewaltverbrechen kĂŒmmern sowie nationale wie internationale Strafverfolger bei ihren Unternehmen unterstĂŒtzen. Der US-Kongress muss noch Muellers PlĂ€nen zustimmen. (anw [4])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-62974

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.fbi.gov/page2/52902.htm
[2] https://www.heise.de/news/Cybercrime-beschert-US-Firmen-spuerbare-Kosten-58745.html
[3] http://www.fbi.gov/pressrel/speeches/speech052902.htm
[4] mailto:anw@heise.de