Ex-WorldCom-Chef plÀdiert vor Gericht auf "nicht schuldig"
Bernie Ebbers, GrĂŒnder von WorldCom/MCI, musste 50.000 US-Dollar Kaution hinterlegen.
Der GrĂŒnder von WorldCom (heute MCI), Bernard J. Ebbers, erklĂ€rte bei seinem ersten Auftritt vor Gericht im Verfahren um den gröĂten Bilanzskandal in der US-Wirtschaftsgeschichte, dass er unschuldig sei. Ebbers drohen bei einem Schuldspruch bis zu zehn Jahre GefĂ€ngnis und eine Strafe von maximal 10.000 US-Dollar fĂŒr jeden Betrugsvorwurf. Laut Wall Street Journal hinterlegte der Selfmade-Manager eine Kaution von 50.000 US-Dollar, um der Untersuchungshaft zu entgehen.
Nach einer erneuten Bilanzkorrektur im April [1] umfasst die Bilanzmanipulation eine Summe von elf Milliarden US-Dollar. Ende August hatte der Generalstaatsanwalt von Oklahoma angekĂŒndigt [2], Anklage sowohl gegen Konzern MCI als auch Bernard Ebbers und fĂŒnf andere Personen erheben. Zudem wollen die Steuerbehörden von mindestens acht weiteren US-Staaten die MCI-BĂŒcher und -Unterlagen prĂŒfen. Dabei geht es um den Verdacht, WorldCom/MCI habe zu geringe Landessteuern gezahlt [3]. Mittlerweile klagt auch AT&T gegen MCI wegen angeblichen Tarifbetrugs [4]. (tol [5])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-84851
Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Worldcom-Bilanzskandal-weitet-sich-erneut-aus-77073.html
[2] https://www.heise.de/news/US-Bundesstaaten-wollen-gegen-MCI-klagen-84399.html
[3] https://www.heise.de/news/MCI-geraet-weiter-unter-Druck-84531.html
[4] https://www.heise.de/news/AT-T-verklagt-MCI-wegen-angeblichen-Tarifbetrugs-84817.html
[5] mailto:tol@heise.de
Copyright © 2003 Heise Medien