Europol zerschlÀgt Kinderpornoring
Im Rahmen der "Operation Ikarus" wurden bisher unbekannte Netzwerke ermittelt, in denen Material mit Darstellungen von extremem Kindesmissbrauch getauscht wurde. Zahlreiche VerdÀchtige wurden verhaftet.
Polizeibehörden aus 26 LĂ€ndern haben in einer gemeinsamen Operation mit Europol [1] internationale Netzwerke zum Tausch von Abbildungen von Kindesmissbrauch zerschlagen. Insgesamt seien seit Jahresbeginn ĂŒber 250 VerdĂ€chtige in 22 LĂ€ndern beobachtet worden, teilte [2] die europĂ€ische Behörde Europol am Freitag mit. Im Rahmen der andauernden Ermittlung unter dem Namen "Operation Ikarus" seien 112 VerdĂ€chtige festgenommen worden.
(Bild:Â Europol)
"Operation Ikarus" zielte den Angaben zufolge auf geschlossene Netzwerke ab, in denen "extremstes" Videomaterial getauscht wurde. Dabei sei es um Abbildungen von Missbrauch von Kleinkindern und Babys gegangen, heiĂt es weiter. Die Fahnder haben umfangreiches Material sichergestellt. Allein bei einem VerdĂ€chtigen in DĂ€nemark habe die Polizei DatentrĂ€ger mit 29 Terabyte beschlagnahmt. Das Material werde nun im Hinblick auf die Ermittlung weiterer TĂ€ter und ihrer Opfer ausgewertet.
Die Behörden rechnen damit, dass es zu weiteren Verhaftungen kommt. "Operation Ikarus" habe bereits zur Entdeckung bisher unbekannter TĂ€ternetzwerke gefĂŒhrt, die Material ĂŒber verschiedene InternetkanĂ€le getauscht hĂ€tten. Die gemeinsame Ermittlung europĂ€ischer Polizeibehörden ist die erste im Rahmen eines von der EU unterstĂŒtzten Polizeiprojekts zur BekĂ€mpfung der Verbreitung von Kindesmissbrauchsdarstellungen im Netz. Die FederfĂŒhrung bei den Ermittlungen hatte die dĂ€nische Polizei. (vbr [3])
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[2] https://www.europol.europa.eu/content/press/joint-action-22-european-countries-against-online-child-sexual-abuse-material-internet
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