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Erstes Werk für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien

Gernot Goppelt

Johnson Controls-Saft hat Ende Januar eine Fabrik für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien im französischen Nersac eröffnet. Die neue Fabrik produziert Batteriesysteme für Hybrid-, Plug-In-Hybrid- und Elektroantriebe.

Laut Mary Ann Wright, Vorsitzende des Gemeinschaftsunternehmens, ist Johnson Controls-Saft das erste Unternehmen, das diese Art Batterien für die Automobilbranche produziert. Erst kürzlich habe man zahlreiche Produktions- und Entwicklungsaufträge erhalten und sei daher zuversichtlich, zum Weltmarktführer bei der Erforschung und Herstellung von Batteriesystemen zu werden. Die erste Anwendung sei eine Mercedes-Benz-S-Klasse, die noch dieses Jahr in einer Hybridvariante vorgestellt werden soll.

Johnson Controls [1] ist vor allem als Automobilzulieferer für den Bereich „Interieur“ bekannt. Mitte 2002 hatte das Unternehmen den Unternehmensbereich Autobatterien von Varta übernommen. Saft [2] ist ein Spezialist für High-Tech-Batterien für Anwendungen wie industrielle Fertigung, Transportsysteme, Raumfahrt und Militär.

Die Beherrschung der Lithium-Ionen-Batterientechnologie gilt als Schlüssel für den Erfolg elektrischer Antriebe – ob in Verbindung mit einem Hybridantrieb oder als reiner Elektroantrieb. Anfang Januar hatte Continental angekündigt [3], noch dieses Jahr mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien beginnen zu wollen. Und erst kürzlich hat die deutsche Automobilindustrie eine Interessengemeinschaft gebildet [4], um bei der Entwicklung eine führende Rolle einzunehmen. (ggo [5])


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https://www.heise.de/-475737

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.johnsoncontrols.de
[2] http://www.saftbatteries.com
[3] https://www.heise.de/news/Continental-will-schon-2008-Lithium-Ionen-Batterien-fertigen-475671.html
[4] https://www.heise.de/news/Deutsche-Autohersteller-unterstuetzen-Forschung-an-Lithium-Ionen-Batterien-475611.html
[5] mailto:ggo@heise.de