zurück zum Artikel

Erster Zuschlag im Gerangel um MCI

Carsten Meyer

Im Bieter-Wettstreit um eine Aktien-Übernahme des MCI-Telefonkonzerns mit seinem attraktiven Kundenstamm aus dem Business-Bereich hat der US-Telefonkonzern Qwest nun überraschend die Nase vorn.

Seit Februar bemühen sich die US-Kommunikationsunternehmen Qwest und Verizon um eine Übernahme des MCI-Telefonkonzerns [1] mit seinem attraktiven Kundenstamm aus dem Business-Bereich. Nachdem die finanzschwächere Qwest Communications [2] trotz eines über dem von Verizon [3] liegenden Gebots zunächst abgewiesen wurde, stimmte der MCI-Aufsichtsrat dem auf 30 US-Dollar pro Aktie erhöhten [4] Qwest-Angebot (entsprechend einem Kaufpreis von über 9,7 Milliarden Dollar) nun überraschend zu, obwohl der MCI-Vorstand eine Empfehlung zur Übernahme durch Verizon ausgesprochen hatte. Das Qwest-Gebot liegt damit um 30% über dem von Verizon. Letztere Firma hat nunmehr fünf Werktage Zeit, auf das Angebot zu reagieren. Für die mit 17,3 Milliarden US-Dollar verschuldete Qwest Communications könnte der Deal entscheidend sein, um neben Verizon, dem größten lokalen US-Telefonnetzbetreiber, bestehen zu können; dementsprechend zufrieden äußerte sich ein Sprecher der Firma. (cm [5])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-155921

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.mci.com
[2] http://www.quest.com
[3] http://www.verizon.com
[4] https://www.heise.de/news/Qwest-erhoeht-uebernahmeangebot-fuer-MCI-155390.html
[5] mailto:cm@ct.de