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Ericsson demonstriert HSDPA in chinesischem UMTS-Netz

Rudolf Opitz

Ericsson will auf der China PT Expo Comm in Peking mittels Videostreaming und Downloads großer Dateien erstmals den breitbandigen Internetzugang HSDPA demonstrieren, mit dem UMTS-Endgeräte bis zu 4,9 MBit/s empfangen sollen.

Der Netzausrüster Ericsson [1] will auf der China PT Expo Comm [2] in Peking erstmals den breitbandigen Internetzugang HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) über ein kommerzielles UMTS-Netz demonstrieren. Auf dem vom 26. bis 30. Oktober stattfindenden Event sollen Videostreams und große Dateien mit Datenraten von bis zu 4,9 MBit/s empfangen werden.

Während Siemens [3] seine HSDPA-Lösung [4] erst im zweiten Quartal 2005 in den UMTS-Netzen seiner Kunden testen will, finden Tests der Ericsson-Lösung bereits statt. Kommerziell soll sie im zweiten Halbjahr 2005 verfügbar sein.

HSDPA [5] ist ein standardisierter Datendienst für UMTS-Netze, der die Empfangsraten zunächst auf etwa drei MBit/s anheben soll. Das theoretische Maximum liegt bei 14,4 MBit/s. Zurzeit empfangen UMTS-Handys und -Datenkarten maximal 384 kBit/s. HSDPA beschleunigt auch die Antwortzeit (Pingzeit) der Netze, was etwa beim Abgleich vieler kleiner Dateien, beim Surfen und bei Online-Spielen von Vorteil ist. Mit HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) gibt es außerdem ein Verfahren, das in Zukunft auch die Senderichtung von UMTS-Endgeräten beschleunigen soll. (rop [6])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-110957

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.ericsson.com/de/
[2] http://www.expocomm.com/ptecchina/
[3] http://www.siemens.de/
[4] https://www.heise.de/news/Siemens-kuendigt-erste-Komplettloesung-fuer-den-UMTS-Turbo-HSDPA-an-109708.html
[5] https://www.heise.de/news/Neu-in-der-Akronymsuppe-HSDPA-und-HSUPA-100525.html
[6] mailto:rop@ct.de