Endspurt beim Hackaday Prize – der Gewinner wird in München gekürt
Der von der Bastlerwebseite Hackaday.com ausgeschriebene Wettbewerb für Open-Hardware-Projekte geht in die Zielgerade. Der Sieger wird am 13. November bekanntgegeben – er darf ins All reisen.
Im Mai dieses Jahres hatte die Bastlerseite Hackaday.com [1] den Hackaday Prize [2] ausgeschrieben – einen internationalen Konstruktionswettbewerb [3] mit bewusst vage formulierten Bedingungen. Gesucht wird das beste "offene und verbundene Gerät", also eine Kombination aus Open Hardware und Open-Source-Software, bei der in irgendeiner Form Daten von einem Gerät zu einem anderen fließen, auf welchem Weg und zu welchem Zweck auch immer.
(Bild: hackaday.io)
So wenig präzise die Vorgaben für das eingereichte Projekt an sich sind, so strikt sind die Regeln für die Dokumentation: Ganz im Sinne von Open Hardware und Open Source waren nicht nur hübsche YouTube-Videos gefordert, die die Projektidee visualisieren, gefordert waren auch Schaltpläne, Bauzeichnungen, Stücklisten und Links zu Software-Repositories. Die wurden im Rahmen des Wettbewerbs bereits veröffentlicht, etwa auf den Hackaday-Übersichtsseiten mit den über 800 eingereichten Projekten [4] oder den daraus ausgewählten 50 Halbfinalisten [5].
Inzwischen stehen auch die fünf Finalisten fest, von der Jury [6] aus den 50 Halbfinalisten ausgewählt:
- ChipWhisperer [7] – ein Sicherheitstest-Werkzeug für eingebettete Systeme
- SatNOGS [8] – eine Plattform für ein globales Netz aus Satelliten-Bodenstationen
- PortableSDR [9] – ein kompaktes und robustes Software-Defined-Radio-Modul
- ramanPi [10] – ein 3D-druckbares Raman-Spektroskop [11] auf Rasberry-Pi-Basis
- Open Source Science Tricoder [12] – eine kompakte Sensorsammlung und Reminiszenz an Science-Fiction-Fantasien aus einer Zeit, als man von den heutigen technischen Möglichkeiten nur träumen konnte.
Aus dem Kreis dieser fünf Finalisten wird am 13. November der Sieger gekürt – und zwar in München. Hackaday richtet dort am Rande der Fachmesse Electronica [13] zum ersten mal in Europa eine Veranstaltung aus, eine Kombination aus Workshop und Hackaday-Prize-Party [14]. Die Teilnahme ist gratis, allerdings ist eine Anmeldung [15] erforderlich. Los geht es um 13:30 Uhr, ab 19 Uhr startet ein Vortragsprogramm, in dessen Anschluss bekanntgegeben werden soll, wer den Hackaday Prize gewonnen hat. Der Hauptpreis [16] ist ein Flug ins All – mit einem "Transporter eigener Wahl". Für den zweiten Platz gibt es eine CNC-Fräse, für den dritten einen 3D-Drucker [17] oberhalb der Einsteigerklasse. (pek [18])
URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-2426887
Links in diesem Artikel:
[1] http://hackaday.com/
[2] http://hackaday.io/prize
[3] https://www.heise.de/news/Hackaday-will-Maker-ins-All-schiessen-2181959.html
[4] http://hackaday.io/list/2945-The-Hackaday-Prize%3A-Quarterfinalists
[5] http://hackaday.io/list/2864-The-Hackaday-Prize%3A-Semifinalists
[6] http://hackaday.io/prize/judges
[7] http://hackaday.io/project/956-chipwhisperer-security-research
[8] http://hackaday.io/project/1340-satnogs-global-network-of-ground-stations
[9] http://hackaday.io/project/1538-portablesdr
[10] http://hackaday.io/project/1279-ramanpi-raman-spectrometer
[11] http://de.wikipedia.org/wiki/Raman-Spektroskopie
[12] http://hackaday.io/project/1395-open-source-science-tricorder
[13] http://www.electronica.de/de/
[14] http://hackadaymunich.com/
[15] https://www.eventbrite.com/e/hackaday-munich-tickets-13639043747
[16] http://hackaday.io/prize/rewards
[17] http://www.heise.de/thema/3D_Drucker
[18] mailto:pek@ct.de
Copyright © 2014 Heise Medien